Weglassen von Mahlzeiten erschwert in der Regel die Blutzucker-Einstellung bei Diabetes-Mellitus-Typ-II. Eine aktuelle Studie in „Diabetes Care“ untersuchte den Effekt vom Nicht-Frühstücken auf die postprandialen Blutzucker-Werte nach Mittag- und Abend-Essen (1).

Die US-Gesundheitsbehörde USPSTF (U.S. Preventive Services Task Force ) hat eine neue Leitlinie zum Diabetes-Typ2-Screening bei  Erwachsenen publiziert.

Es ist bekannt, dass frühe Diagnose und Therapie der diabetischen Retinopathie das Visusverlust bei Erwachsenen verringern kann. Fachgesellschaften empfehlen bisher Screening für diabetische Retinopathie bei Kindern mit Diabetes-Typ-I ab dem 9. Lebensjahr, oder nach 3 bis 5 Jahren nach Diagnosestellung. Bisher ist jedoch der richtige Zeitpunkt zum Beginn des Screenings noch unklar. Eine aktuelle Studie in „Ophtalmology" ging dieser Frage nach (1).

Das Vorkommen der kardiometabolischen Multimorbidität (z.B. Patienten mit Diabetes und KHK) nimmt weltweit zu. Eine aktuelle Studie in „JAMA" untersuchte die Morbidität und Mortalität aufgrund multipler kardiometabolischer Krankheiten (1).

Frei#  Bei Prädiabetes (pathologischer Glukosetoleranztest bei übergewichtigen Menschen) werden Lebensstil-Änderungen (Gewichtsabnahme, Diät, körperliche Bewegung) und Metformin empfohlen. Während die Empfehlungen zu Lebensstil-Änderungen umgesetzt werden, gibt es wenige Daten über die Anordnung von Metformin bei Menschen mit Prädiabetes. Eine aktuelle Studie in "Annals of Internal Medicine" ging dieser Frage in den USA nach.

Die US-Gesundheitsbehörde USPSTF (U.S. Preventive Services Task Force) hatte Ende 2014 den Entwurf fürs Diabetes-Screening bei Erwachsenen publiziert, und darin Screening nur bei Menschen mit erhöhtem Diabetes-Risiko empfohlen (2). Aktuell ist die Endfassung der Leitlinie erschienen (1). Darin stellt USPSTF des Weiteren fest:

Obwohl immer mehr adipöse Kinder und Jugendliche eine bariatrische Operation erhalten, gibt es wenige Daten über den Erfolg und die Sicherheit des Gewichtsmanagements durch die Operation. Eine Studie aus Saudi Arabien ging dieser Frage nach (1).

Der Review mit Metaanalyse (1) fasst den Kurzzeitoutcome randomisierter, kontrollierter Studien zusammen, in denen Glibenclamid oder Metformin gegen Insulin oder andere medikamentöse Behandlungen bei Frauen mit Gestationsdiabetes untersucht wurden.

Bekanntlich wird der Blutdruck bei Diabetikern streng kontrolliert, um die kardiovaskulären Risiken zu reduzieren. Eine aktuelle Meta-Analyse in „JAMA" untersuchte die Verbindung zwischen der Grad der Blutdrucksenkung und Vorbeugung der kardiovaskulären Krankheiten bei Diabetes-Typ-2 (1).

Frei#  Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Pankreaskrebs. Eine aktuelle Meta-Analyse in "BMJ" untersuchte die Assoziation zwischen der Höhe der Blutzucker-Werte ("dose-response") und dem Pankreaskrebsr-Risiko (1).

Eine aktuelle Studie in "Annals of Surgery" untersuchte bei Patienten mit und ohne Diabetes Mellitus das Risiko für Komplikationen bei postoperativer Hyperglykämie (1).

In den letzten Jahren sind mehrere Studien publiziert, die gezeigt haben, dass zu anspruchsvolle Ziele (wie HbA1c <7%) in der Blutzuckerkontrolle, den Typ2-Diabetikern aufgrund der häufigeren Hypoglykämien eher schaden als nutzen, Die führenden Fachgesellschaften ADA und europäische EASD hatten 2012 in einem Positionspapier hatten für Typ-2-Diabetiker HbA1c-Zielwerte zwischen 7-8% empfohlen (2). Lediglich junge, motivierte ansonsten gesunde Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes-Mellitus-Typ-II sollten ein HbA1c-Zielwert < 7% anstreben. Wie ist es jedoch bei Patienten mit Diabetes Typ-1, welche HbA1c-Werte sollten langfristig verfolgt werden?

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