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Inzwischen
ist die Wirksamkeit der anti-retroviralen
Kombinationstherapie bei HIV-Ekrankung hinreichend belegt. Aktuelle
amerikanische Leitlinien empfehlen einen
Therapiebeginn bei CD4 Zellzahl unter 350 Zellen/µl.
Auf
der anderen Seite hat die drei-Medikamenten-Therapie
erhebliche Nebenwirkungen mit kumulativen Effekten.
Daher untersuchten Mediziner aus Canada, ob
der Therapiebeginn bis zu einem späten Stadium der
HIV-Erkrankung verlagert werden kann.
Insgesamt
nahmen 1219 Patienten an der Studie teil. Nach 36
Monaten betrug die Mortalität unter den Patienten,
die vor der Behandlung CD4 <200 Zellen/µl
aufwiesen, signifikant höher. Bei Patienten mit CD4
> 200 Zellen/mm gab es hinsichtlich der
Mortalität keine signifikanten Unterschiede. Die
Viruslast (HIV-RNA) vor der Therapie beeinflusste
die Mortalität nicht.
Die
Ergebnisse scheinen einen späten Therapiebeginn zu
rechtfertigen, wenn die CD4 bei 200 Zellen/µl
liegen.
Hogg
et al: Rates of disease progression by baseline CD4
cell count and viral load after initiating
triple-drug therapy. JAMA 2001 Nov
28;286(20):2568-77 |