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Die
Wirksamkeit von ACE-Hemmern und Betablockern für
Patienten mit chronischer Herzinsuffienz ist
inzwischen ausreichend gesichert. Der
Stellenwert einer zusätzlichen Gabe von
Angiotensin-Blockern (add-on therapy) zu einer
Standardtherapie bei Herzinsuffienz ist jedoch
unklar.
In
dieser Studie erhielten 5001 Patienten zu ihrer
bisherigen Therapie - unter anderem ACE-Hemmer
(93%), Betablocker (35%) - entweder Valsartan bis zu
zweimal 160mg täglich oder Placebo. Im Verlauf von
23 Monaten war die Gesamtmortalität in beiden
Gruppen vergleichbar. Die kombinierte Endpunkt von
Mortalität und Morbidität war in der
Valsartangruppe (28.8%) niedriger als in der
Placebogruppe (32.1%). In der Subgruppe von
Patienten, die sowohl ACE-Hemmer, als auch
Betablocker einnahmen, war die Mortalität in der
Valsartangruppe signifikant höher als in der
Placebogruppe. In weiteren Untergruppen (Patienten,
die nur ACE-Hemmer, oder nur Betablocker, oder keins
von beiden, einnahmen) unterschied sich die
Mortalitätsrate zwischen der Valsartan- und
Placebogruppe nicht wesentlich.
Die
erhöhte Mortalität der Patienten in der
Valsartangruppe, die bereits mit ACE-Hemmer und
Betablocker behandelt wurden, ist alarmierend. Bis
weitere Studien die Bedeutung der kombinierten
Therapie klären, sollten AT-Blocker nur bei
Patienten eingesetzt werden, die ACE-Hemmer nicht
vertragen.
Cohn
JN et al:A randomized trial of the
angiotensin-receptor blocker valsartan in chronic
heart failure. N Engl J Med 2001 Dec
6;345(23):1667-75 |