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Kognitive
Beeinträchtigung kommt bei Patienten mit
Herzinsuffienz häufig vor, die sich auch zu einer
Demenz fortschreiten kann. Verminderte
Hypoperfusion des Gehirnes gilt als eine der
möglichen Ursachen.
Die Forscher aus Italien
untersuchten die These, ob niedriger Blutdruck mit
kognitiver Beeinträchtigung bei älteren Patienten
mit Herzinsuffizenz zusammenhängen könnte. Sie
untersuchten 13635 hospitalisierte Patienten, von
denen 1583 Herzinsuffienz hatte. Die Assoziation
zwischen dem Blutdruck und kognitiver
Beeinträchtigung (Hodkinson Mental Test score)
wurde durch Standarduntersuchungen analysiert.
Kognitive
Beeinträchtigung wurde signifikant häufiger bei
Patienten mit Herzinsuffienz gefunden, als bei
Patienten ohne Herzinsuffienz (26% vs. 19%). Unter
den Patienten mit Herzinsuffienz war wiederum
niedriger Blutdruck (unter 130 mm Hg) häufiger mit
kognitiver Dysfunktion assoziert (46% vs. 27%).
Kommentar:
Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass
niedriger Blutdruck bei Patienten mit Herzinsuffienz
signifikant häufiger mit kognitiver
Beeinträchtigung einhergeht. Die Ergebnisse der
Studie stehen nicht im Einklang mit den
derzeitigen Therapieempfehlungen für
Herzinsuffienz mit vorwiegend hypotensiven
Medikamenten wie Betablocker oder ACE-Hemmer. Es
wäre jedenfalls wichtig, dass weitere Studien den
Zusammenhang von kognitiver Beeinträchtigung und
Hypotension bei Patienten mit Herzinsuffienz
untersuchen.
Zuccalà
G et al. Hypotension and cognitive impairment:
Selective association in patients with heart failure.
Neurology 2001 Dec 11; 57:1986-92.
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