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Das
Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine häufige funktionelle
Erkrankung ohne fassbare organische Ursache mit auf
den Dünn- und besonders Dickdarm bezogenen
Beschwerden. Typische Symptomen sind diffuse
Bauchschmerzen, Blähungen und Wechsel von Diarrhoe
und Obstipation.
Diarrhoe
als Nebenwirkung von Antibiotika ist bekannt,
darüber hinaus deuten Studien auf eine Assoziation
zwischen kurzfristiger Antibiotikaeinnahme und
persistierendem Reizdarmsymptom (Colon irritabile).
In
dieser prospektiven Studie nahmen 92 Patienten aus
drei Hausarztpraxen in London teil. 42 der
Patienten wurden kürzlich mit Antibiotika für
nicht gastrointestinale Krankheiten behandelt. Die Kontrollgruppe aus 49 Personen hatte im
letzten Jahr keine Antibiotika erhalten.
Nach
4 Monaten beklagten 48% der Antibiotika-Gruppe und
lediglich 22% der Kein-Antibiotika-Gruppe über neu
aufgetretene Reizdarmsymptome. Der
Unterschied war statistisch signifikant (p = 0.02).
Kommentar:
Viele Menschen leiden unter funktionellen
Darmbeschwerden. Die Autoren ziehen jedoch die
Schlussfolgerung, dass Patienten, die für kurze
Zeit mit Antibiotika behandelt wurden, dreimal
höheres Risiko haben, ein Reizdarmsymptom zu
entwickeln. |