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Therapie
des akuten Koronarsyndroms ist durch mehrere
Studien in Bewegung+ geraten. Die CURE-Studie
im August 2001 zeigte, dass Patienten mit akutem Koronarsyndrom – Synonym
für die instabile Angina pectoris und den
Non-Q-wave-Infarkt – ohne ST-Hebung von
Clopidogrel zusätzlich zur Standardtherapie mit
Acetylsalicylsäure profitieren.
In
der umstrittenen Frage konservative versus invasive
Therapie des akuten Koronarsyndoms gab es auch
Neuigkeiten. Die Auswertungen der internationalen
randomisierten Multicenterstudie TACTICS-TIMI
18 im Juni 2001 ergab eine signifikante
Überlegung der invasiven Vorgehens (Angiographie
innerhalb von 48 Stunden) in Kombination mit
Glykoprotein-IIb/IIIa-Inhibitoren.
Eine
neue Studie im Rahmen der TACTICS-TIMI 18
Studie-Auswertung untersucht die Rolle des
Troponin-Spiegels im Bezug auf die Vorteile einer
invasiven Behandlung.
Die
Patienten mit erhöhten Troponin-Spiegeln (
0.1
ng/mL) hatten eine signifikante Reduktion des
kombinierten Endpunktes (Mortalität und
Mortalität) innerhalb der invasiv behandelten
Gruppe (Invasive Strategie 15.3% vs konservative
Strategie 25%). Patienten mit gering erhöhten
Troponin-Spiegeln (0.1-0.4 ng/mL) profitierten
ebenfalls von der invasiven Therapie. Patienten mit
Troponin-Spiegeln unter 0.1 ng/mL hatten keine
Vorteile von der invasiven Therapiemanagement.
Kommentar:
Die
Autoren unterstreichen in Ihrer Schlussfolgerung die
Rolle des Troponin-Spiegels. In Patienten mit akutem
Koronarsyndrom, die mit Glykoprotein-IIb/IIIa-Inhibitoren
behandelt wurden, können selbst geringe
Erhöhungen des Troponin-Spiegels eine
wichtige Hilfestellung zur Identifizierung der
Hochrisiko-Patienten, die von einer invasiven
Therapie am meisten profitieren würden, anbieten.
Morrow
et al.: Ability of minor elevations of troponins I
and T to predict benefit from an early invasive
strategy in patients with unstable angina and non-ST
elevation myocardial infarction: results from a
randomized trial. JAMA 2001 Nov 21;286(19):2405-12 |