|
Ärzte
auf Intensivstationen ordnen bei Erwachsenen mit
v.a. Meningitis vor Durchführung einer
Lumbalpunktion trotz des Zeitdrucks häufig eine
(CCT) an, um einen
eventuellen intrakraniellen Hirndruckerhöhung
festzustellen, die durch die Druckentlastung zu
einer Stammhirneinklemmung führen kann.
In
einer prospektiven Studie untersuchten Mediziner der
Yale University bei 301Erwachsenen mit Verdacht auf
Meningitis die Fragestellung, ob klinische Merkmale,
die vor der CCT festgestellt waren, zur
Identifizierung von Patienten verwendet werden
könnten, bei denen im CCT wahrscheinlich kein
auffälliger Befund zu diagnostizieren ist.
Die
folgenden klinischen Merkmale waren mit einem
pathologischen CCT-Befund verbunden: Alter von
mindestens 60 Jahren, Immunschwäche, eine bereits
bekannte Krankheit des zentralen Nervensystems, anamnestisch bekannte Krampfanfälle in der letzten
Woche und bestimmte neurologische Abweichungen
(abnormale Bewusstseinsgrad oder spezifische
kognitive, motorische, visuelle und sprachliche
Defizite).
Kommentar:
Die
Autoren kommen zu dem Schluss, dass die klinischen
Merkmale herangezogen werden können, um Patienten
zu erkennen, bei denen abnormale Befunde im CCT
unwahrscheinlich sind und somit bei denen eine
Lumbalpunktion ohne Verzögerung durchgeführt
werden könnte.
Hasbun
et al: Computed tomography of the head before lumbar
puncture in adults with suspected meningitis. N Engl
J Med 2001 Dec 13;345(24):1727-33 |