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Koronare Magnetresonanz-Angiographie zur Diagnostik von Koronarstenosen

Schlüsselwörter: Koronare Magnetresonanz-Angiographie, MRA und  Röntgen-Koronarangiographie

Magnetresonanz-Angiographie (MRA) ist eine der zahlreichen Erneuerungen bei der nicht-invasiven Diagnostik der koronaren Herzkrankheit. Die erste Arbeit über Magnetresonanz-Angiographie (MRA) wurde schon 1993 von Manning et al veröffentlicht. Seitdem konnte sich MRA trotz zahlreicher Erneuerungen gegen das Goldstandard Röntgen-Koronarangiographie nicht so recht etablieren.. 

 

Eine prospektive Multicenter-Studie untersuchte die Genauigkeit der  Magnetresonanz-Angiographie bei 109 Patienten vor einer elektiven konventionellen Koronarangiographie. Magnetresonanz-Angiographie lieferte technisch auswertbare Bilder der proximalen und mittleren Koronararterien bei 84% der Patienten. In diesen Segmenten   wurden auch 83% der klinisch signifikanten Stenosen (Verengungen mit einer >= 50% `ige Verringerung des Durchmessers in der konventionellen Koronarangiographie) durch MRA festgestellt. Insgesamt zeigte die MRA eine Genauigkeit von 72%. Die Genauigkeit bei Patienten mit einer Drei-Gefäss-Erkrankung oder mit Erkrankung der linken Koronararterie lag bei 100%. 

 

Kommentar: Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass MRA koronare Stenosen im Bereich der proximalen und mittleren Segmenten genau diagnostiziert. Die Genauigkeit lag insbesondere bei Drei-Gefässerkrankung und Erkrankung der linken Koronararterie besonders hoch.           

 

Ein Editorial in der gleichen Ausgabe von NEJM weist auf die Grenzen der MRA hin: Die mittlere Untersuchungszeit von 70 Minuten könnte in der klinischen Praxis ein Hindernis darstellen. Die Untersuchung war auf die proximale 3 bis 5 cm der Hauptkoronararterien beschränkt, die Seitensegmente wurden nicht erfasst. Zur Zeit zeigen 20-40% der durchgeführten Röntgen-Koronarangiographien keinen pathologischen Befund. Daher könnte die nichtinvasive MRA zum Ausschlussdiagnostik bei Patienten mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit einer signifikanten KHK  eingesetzt werden. Da MRA keine therapeutische Möglichkeiten anbietet, wäre der Einsatz von MRA bei Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einer KHK nicht empfehlenswert. 

 

Kim WY et al. Coronary magnetic resonance angiography for the detection of coronary stenoses. N Engl J Med 2001 Dec 27; 345:1863-9

 

 

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Stand: 25. Mai 2013