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Therapie
des akuten Koronarsyndroms und des Herzinfarktes ist durch mehrere
Studien in Bewegung geraten. In
der umstrittenen Frage konservative versus invasive
Therapie des akuten Koronarsyndoms gab es auch
Neuigkeiten. Die Auswertungen der internationalen
randomisierten Multicenterstudie TACTICS-TIMI
18 im Juni 2001 ergab eine signifikante
Überlegung der invasiven Vorgehens. Die Restenose
der erweiterten Arterien im Rahmen der perkutanen
transluminalen Koronarangioplastie (PTCA) bleibt
jedoch weiterhin ein Problem.
In
einer
neuen Studie wurden 2082 Patienten mit akutem
Myokardinfarkt entweder für eine PTCA allein
(Gruppe1), für eine PTCA plus Abciximab-Therapie
(Gruppe2) oder nur für eine MultiLink-Stent
(Gruppe3) oder eine Stentimplantation plus
Abciximab-Therapie (Gruppe4) randomisiert.
Der
normale Fluss konnte im Zielgefäss in 94.4% bis 96.9
% der Patienten wiederhergestellt werden. Nach sechs
Monaten trat der primäre Endpunkt (Variable aus
Tod, Reinfarkt, Schlaganfall und Ischämie) bei 20%
der Patienten in der Gruppe1, 16.5% bei Gruppe2,
11.5% bei Gruppe3 und 10.2% bei Gruppe4 auf. Es gab
keinen signifikanten Unterschied bei der
Mortalitäts-, Schlaganfall- oder Reinfarktrate. Die
Unterschiede bei der primären Endpunkt entstanden
durch die Revaskularisationsrate (von 15.7% bei der
Gruppe1 bis 5.2% bei der Gruppe4). Die
Restenoserate betrug 40.8% nach PTCA und 22.2% nach
Stentimplantation.
Kommentar:
Die Autoren empfehlen, dass bei erfahrenen Zentren
Stentimplantation mit oder ohne Abciximab-Therapie
als routinemässige Reperfusionsstrategie
verwendet werden sollte. Ein Editorial sieht die
Verminderung der Restenoserate als Haupteffekt der
Stentimplantation und informiert über die laufende
Entwicklung der neuartigen Stents, die zusätzlich
anti-proliferative Medikamente freisetzen (Drug-eluting-Stents)
und somit die Restenose wirkungsvoll verhindern
sollen.
Stone
et al: Comparison of Angioplasty with Stenting, with
or without Abciximab, in Acute Myocardial Infarction.
NEJM March 28, 2002; Volume 346:957-966
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