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Verlauf der  monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS)

Schlüsselwörter: monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS), Benigne monoklonale Gammopathie, Multiples Myelom und Plasmozytom

Im Klinikalltag bekommen Ärzte häufig als Zufallsbefund einer monoklonalen Gammopathie bei der Serum- Elektrophorese bei Patienten, die keinen Hinweis für Multiples Myelom oder andere hämotologische Erkrankungen haben. In Deutschland wird dafür häufig der Begriff  "Benigne monoklonale Gammopathie" verwendet. Im Anglo-sachsischen Raum wird der Begriff Monoclonal gammopathy of undetermined significance (MGUS) / Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz vorgezogen, weil die bisherigen Daten zum Verlauf und Prognose sehr spärlich sind.  MGUS tritt bei bis zu 2% der Bevölkerung älter  als 50 Jahre auf. 

Um den Verlauf und Progression der MGUS zu bestimmen, identifizierten Mediziner 1384 Patienten, bei denen zwischen 1960 und 1994 in der Mayo Clinic MGUS diagnostiziert wurde. 

 

MGUS schreitete bei 115 Patienten (8%) zu Multiple Myelome (75 Patienten), Lymphom (19), primäre Amoyloidose (10), Makroglobulinämie (7), CLL (3), oder Plasmozytom (1) fort. Die durschnittliche kumulative Wahrscheinlichkeit  für Progression betrug 12% nach 10 Jahren, 25% nach 20 Jahren und 30% nach 25 Jahren.

 

Das wichtigste Risikofaktor für Progression war die anfängliche Konzentration des Monoklonalen Proteins. Die 10-Jahres-Risiko varierte von 6% bei Patienten mit monoklonalen Proteinwert von 0,5g/dL bis 34% bei Patienten mit monoklonalen Proteinwert von 3g/dL (P<0.001).

 

Kommentar: Die Patienten mit MGUS haben ein erhöhtes Risiko Multiple Myelome zu entwickeln. Der Verlauf ist jedoch sehr variable. Dabei könnte der anfängliche monoklonale Proteinwert als ein Marker für die Prognose dienen.  

Kyle et al: A long-term study of prognosis in monoclonal gammopathy of undetermined significance. N Engl J Med 2002 Feb 21;346(8):564-9

 

 

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Stand: 25. Mai 2013