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Die
Behandlung mit dem Wachstumshormon der Erythropoese,
Erythropoetin
(Erypo®, NeoRecormon®), gewinnt zunehmend an
Bedeutung. Erythropoetin wird neben weiteren
Indikationen vor allem bei Anämie bei chronischer
Niereninsuffizienz verwendet.
Die
vorliegende Studie veröffentlicht Daten von
13 Patienten mit chronischer Insuffienz und Anämie, bei denen sich während einer
Behandlung mit humanen Erythropoetin (Epoetin) innerhalb
von drei Jahren eine reine aplastische Anämie
entwickelt hatte.
Bei
den Serumproben von 13 Patienten wurden
neutralisierende Antikörper gegen
Epoetinfestgestellt, die eine Hemmung der
Erythropoese im Knochenmark verursachten (gesichert
mit Knochenmark-Kulturen). Nach
Absetzen der Epoetin sank der
Antikörper-Titer bei allen Patienten wieder ab.
Kommentar:
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es während
einer Behandlung mit Epoetin durch eine
Autoimmun-Reaktion zur Bildung Antierythropoetin-Antikörper
und die Entwicklung einer aplastischen Anämie
kommen kann.
Der
Inzidenz der Epoetin induzierten aplastischen
Anämie ist sehr gering. Testotrotz sollte bei
allen Patienten mit plötzlicher Entwicklung
einer Anämie während einer Epoetin-Therapie, ohne
weitere eruierbare Ursachen, Epoetin als Ursache der
Anämie in Betracht gezogen werden.
Casadevall
et al: Pure red-cell aplasia and antierythropoietin
antibodies in patients treated with recombinant
erythropoietin. N Engl J Med 2002 Feb
14;346(7):469-75 |