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Neurologische
Ausfälle durch zerebrale Ischämie kommt nach
Reanimation bei Herzstillstand häufig vor. Neue
Studien mit Labortieren zeigten, dass kurz nach
Herstellung der spontanen Kreislauf-Zirkulation
eingeleiter Hypothermie die neurologischen Resultat
verbessern kann. Gleich zwei Studien in NEJM
bestätigten diese Ergebnisse bei Patienten.
Bei
einer multizentrischen Studie aus Österreich wurden
275 Patienten, die nach einem Herzstillstand durch
Kammerflimmern reanimiert wurden, zusätzlich zu
einer Standardtherapie entweder für eine
24-Stunden-Hypothermie (Zieltemperatur 32oC
bis 34o C) oder Normothermie
randomisiert. Die Hypothermie wurde mit
zirkulierender kalter Luft über die Patienten
induziert. Nach 6 Monaten hatten Patienten in
der Hypothermie-Gruppe (55%) bessere neurologische
Resultate als in der Normothermie-Gruppe (39%).
Mortalität in der Hypothermie-Gruppe war
ebenfalls geringer als in der Normothermie-Gruppe
(41% vs. 55%).
Eine
weitere Studie aus Australien mit 77 Patienten
zeigte ähnliche Resultate. In der Studie wurde die
Hypothermie mit Eis-Packungen induziert.
Kommentar:
Die beiden Studien liefern vielversprechende Ergebnisse
der Hypothermie-Therapie bei Überlebenden eines
Herzstillstandes. Vor einer breiten Anwendung
müssten weitere Studien die Resultate bestätigen.
Ein Editorial in der gleichen Ausgabe von NEJM regt Durchführung
klinischer Studien zur Überprüfung der
Hypothermie-Therapie auch bei
Schlaganfall-Patienten.
The
Hypothermia after Cardiac Arrest Study Group: Mild
therapeutic hypothermia to improve the neurologic
outcome after cardiac arrest. N Engl J Med 2002 Feb
21;346(8):549-56
Bernard
et al: Treatment of comatose survivors of
out-of-hospital cardiac arrest with induced
hypothermia. N Engl J Med 2002 Feb 21;346(8):557-63
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