|
Patienten
mit reduziertem linksventrikulärem Funktion
(verringerte Schlagkraft des linken Herzkammers)
nach Herzinfarkt haben das Risiko für
lebensgefährliche Ventrikuläre Arrthymien
(lebensgefährliche Herzrythmusstörungen).
Diese randomisierte Studie von den Forschern der
Gruppe "The Multicenter Automatic Defibrillator
Implantation Trial II Investigators" aus der
USA untersucht die Fragestellung, ob eine
prophylaktische Defibrillator-Implantation bei
dieser Patienten die Überlebensrate verbessert.
Insgesamt
1232 Patienten mit Ejektionsfraktion von 30% oder
weniger wurden zu einer Defibrillator-Implantation
oder konventionellen Medikamentenbehandlung
randomisiert. Patienten wurden keinen elektrophysiologischen Untersuchungen
unterzogen.
Nach
einer Beobachtungsphase von 20 Monaten war die
Mortalität (Sterblichkeit) in der
Defibrillator-Gruppe signifikant niedriger als in
der Medikamententherapie-Gruppe (19,8% vs. 14,2%).
Die Wirkung der Defibrillator-Therapie auf das
Überleben war bei Untergruppenanalysen (Alter,
Geschlecht, Ejektionsfraktion) ähnlich.
Kommentar:
Die Autoren kommen zum Schluss, dass eine
prophylaktische Defibrillator-Implantation bei
Patienten mit einem früherem Myokardinfarkt und
reduziertem linksventrikulärem Funktion die
Überlebensrate verbessert.
|