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Anakinra
ist ein Interleukin-1-Rezeptorantagonist, der unter
den Namen Kineret® (vom Pharmaunternehmen Amgen)
seit April 2002 in Deutschland zugelassen ist.
Das
zu injizierende Medikament ist als eine
Zusatztherapie zu Methotrexat für Patienten mit
rheumatoider Arthritis zugelassen, die auf
Methotrexat allein nicht hinreichend ansprechen.
Neben TNF-alpha ist Interleukin-1 (IL-1) eines der
wichtigsten Zytokine (Entzündungsmediator) bei der
Entstehung der Rheumatoide Arthritis. Anakinra hemmt
IL-1.
Anakinra
ist neben den Tumornekrosefaktor-alpha-Antagonisten
(TNF-Antagonist) Etanercept
(Enbrel® von
Wyeth) und Infliximab
(Remicade® von Essex Pharma)
der dritte in Deutschland zugelassene
Zytokinhemmstoff zur Therapie der rheumatoiden
Arthritis.
In
dieser Studie im Fachblatt Arthritis &
Rheumatism erhielten 419 Patienten mit aktiver
rheumatoider Arthritis, die die auf eine
mindestens sechsmonatige Methotrexat-Therapie allein
nicht hinreichend ansprachen, entweder Placebo oder
Anakinra (tägliche subkutane Injektionen von 0.04
mg/kg bis 2.0 mg/kg). Nach 12 Wochen war der Anteil
der Patienten, die eine Besserung von mindestens
ACR20 (Ansprechrate-Kriterien der American College
of Rheumatology: 20% Besserung der subjektiven und
objektiven Beschwerden) erfuhren, signifikant höher
unter der Anakinra-Gruppe als Plazebo-Gruppe (38%
bei 2.0 mg/kg und 46% bei 1.0 mg/kg
vs. 19% bei Plazebo). Nach 24 Wochen war die
Ansprechrate in der Anakinra-Gruppe vergleichbar mit
der nach 12 Wochen. Anakinra wurde gut toleriert,
die häufigste Nebenwirkung waren die lokale
Entzündungsreaktionen im Injektionsbereich.
Kommentar:
Die Autoren schlussfolgern, dass Anakinra als
Kombinationstherapie mit Methotrexat von Patienten
mit aktiver rheumatoider Arthritis gut toleriert
wurde; die klinische Ansprechrate war unter der
Kombinationstherapie Anakinra/Methotrexat
besser als unter Methotrexat alleine. |