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LIFE-Studie: Angiotensin-II-(AT-II-)Antagonisten Losartan (Lorzaar®) vs.  Betablocker Atenolol (Tenormin®) bei Hypertonie mit Myokardhypertrophie 

Schlüsselwörter: Angiotensin-II-(AT-II-)Antagonist, Losartan, Lorzaar, Betablocke,r Atenolol, Tenormin, AT-Blocker, ACE-Hemmer, Bluthochdruck, Hypertonie, Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzinsuffienz

Die Studienlage zur Behandlung des Bluthochdruckes ähnelt gelegentlich an ein Tischtennis-Spiel. Betablocker und Diuretika waren über lange Zeit die ersten Antihypertensiva, die den wissenschaftlichen Nachweis einer Reduktion von Morbidität und Mortalität bei Bluthochdruck zeigen konnten. Als die ACE-Hemmer in den neunziger Jahren und später AT-Blocker zur Therapie der arteriellen Hypertonie eingeführt wurden, wurden sie mit Euphorie begrüsst. In den Folgejahren wurden jedoch die Beta-Blocker bei der Therapie des Bluthochdruckes wiederentdeckt, nachdem Meta-Analysen zeigten, dass die ältere Antihypertensiva wie Beta-Blocker und Diuretika zumindest genauso effektiv sind, wie die Neueinführungen. 

 

Jetzt zeigte die neue LIFE-Studie zum ersten Mal, dass das kardiovaskuläre Risiko unter einem Antihypertensivum neuen Typs (AT-Blocker Losartan) niedriger lag als unter einem konventiellem Blutdrucksenker (Betablocker Atenolol).

 

Das kardiovaskuläre Risiko für Mortalität der Patienten mit gesicherter linksventrikulärer Hypertrophie ist wesentlich höher als die von Hypertonie-Patienten ohne Komplikationen. Im März 2002 ist in Lancet die LIFE-Studie mit 9222 Patienten veröffentlicht, die Atenolol (50 bis 100 mg/Tag) vs. Losartan (50 bis 100 mg/Tag) zur Therapie der arteriellen Hypertonie bei Hochrisiko-Patienten mit  Myokardhypertrophie 4,8 Jahre untersuchte. Die Studie wurde von dem Hersteller MSD unterstützt. 

 

Primäres Zielkriterium für die Wirksamkeit war eine Kombination der klinischen Ereignisse kardiovaskulärer Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt. In beiden Gruppen war die Blutdrucksenkung vergleichbar erfolgreich. Unter Losartan wurde jedoch im Vergleich zu Atenolol eine bessere Risikoreduktion erreicht (13% vs. 26%), die in erster Linie auf Unterschiede beim Schlaganfallrisiko zurückgeht (Details zur Studie). Im Hinblick auf die kardiovaskuläre Mortalität und den Myokardinfarkt erwiesen sich die Unterschiede dagegen als nicht signifikant.  

 

Aufgrund dieser Ergebnisse erwägt die deutsche Hochdruckliga die Angiotensin-II-Blocker in die erste Stufe der Therapie zu übernehmen.

Dahlof et al: Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002 Mar 23;359(9311):995-1003

 

 

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Stand: 25. Mai 2013