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Insulinresistenz
ist ein grosses Problem der Typ-2-Diabetiker.
Insulinresistenz kommt vor allem in Verbindung mit
Adipositas vor. Insulin kann nicht mehr
richtig seine Wirkung an den Zellen entfalten. Die
neue Substanzgruppe Glitazone greifen genau
dort an: Sie verringern die Insulinresistenz und
verbessern somit die Insulinempfindlichkeit.
Sie werden auch deshalb "Insulinsensitizer"
genannt.
Das
erste orale Antidiabetikum Troglitazon mit diesem
Wirkmechanismus wurde von der japanischen
Pharmaunternehmen Sankyo entwickelt. Sankyo
erweiterte sogar in Deutschland sein
Pharmareferentennetz erheblich, um auf die
Markteinführung von Troglitazon gut vorbereitet zu
sein. Dem Medikament Troglitazon wurde jedoch keine
Zulassung wegen Hepatotoxizität vom EMEA, European
Agency for the Evaluation of Medicinal Products, in
England erteilt.
Inzwischen
sind in Deutschland weitere Glitazone auf dem Markt
zur Kombinationstherapie mit Metformin und
Sulfonylharnstoffen bei Diabetes Mellitus
zugelassen: Rosiglitazon (Avandia®) vom
SmithKline Beecham und Pioglitazon (Actos®)
vom Takeda, die von Hersteller als Leberverträglicher
als Troglitazon berichtet wurden.
Inzwischen
jedoch mehren sich die Fälle, in denen in
Verbindung mit dem neuen Glitazone Leberschäden gemeldet werden. Zwei neue
Veröffentlichungen in Annals of Internal Medicine
und American Journal of Gastroenterology berichten
über zwei Patienten, die nach Einnahme von
Pioglitazon Leberfunktionstörung mit Erhöhung der
Leberenzyme entwickelt hatten. Bei beiden Fällen
normalisierte sich die Leberfunktionstörung nach
Absetzen von Pioglitazon in wenigen Wochen.
Kommentar:
Die Berichte werden vermutlich die Diskussion
darüber, ob Hepatotoxizität ein Klasseneffekt von
Glitazone ist, erneut entfachen. Bei Patienten, die
Rosiglitazon (Avandia®) oder Pioglitazon (Actos®)
einnehmen, sollten die Leberwerte regelmässig
kontrolliert werden.
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