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Sondenernährung
ist eine Form der künstlichen Ernährung mit
dünnbreiiger oder flüssiger Kost. In der Regel
werden Magensonde bei kürzerem Verweildauer und
Jejunalsonde (im oberen Dünndarmabschnitt) bei
langem Verweildauer verwendet. Schwerkranke
Patienten entwickeln aufgrund von reduzierter
Magen-Darm-Motilität oft grosse Residualvolumen im
Magen während Magensondenernährung. Über
die optimale Methode der Sondenernährung bei
schwerkranken Patienten wird kontrovers
diskutiert.
In
dieser australischen Studie haben 73 Patienten auf
der Intensivstation entweder eine
nasogastrische (NG) oder eine nasojejunale Sonde
(NJ) zur künstlichen Ernährung erhalten. NJ-Sonden
wurden endoskopisch plaziert.
Die
Sondenernährung wurden bei 13 % der Patienten in
der NJ-Gruppe und bei 31% der Patienten in der
NG-Gruppe nicht toleriert. 8 von 11 Patienten,
die die NG-Sondenernährung nicht tolerieren
konnten, erhielten anschliessend eine NJ-Sonde; 7
von dieser 8 Patienen tolerierten nach der
Umstellung die NJ-Sondenernährung. Patienten mit
NJ-Sondenernährung hatten insgesamt geringere
Residualvolumen im Magen als die NG-Gruppe.
Kommentar:
Patienten, die die nasogastrale nicht tolerierten,
konnten erfolgreich auf nasojejunale
Sondenernährung umgestellt werden. Die Autoren
schlussfolgern, dass Patienten mit
NJ-Sondenernährung insgesamt geringere
Residualvolumen im Magen als die NG-Gruppe hatten;
mit der einfach zu plazierenden Nasogastralen
Sondenernährung anzufangen; und erst bei
nicht-tolerieren, Erbrechen auf Nasojejunale
Sondenernährung umzustellen wäre eine praktische
Vorgehensweise. |