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Wenn
die Resistenztestung (In-vitro-Prüfung der
Empfindlichkeit von bakteriellen Krankheitserregern
gegenüber antimikrobiellen Chemotherapeutika)
ergibt, dass bakterielle Erreger gegen bestimmte
Antibiotika resistent sind, wird in der Regel auf
ein anderes wirksames Antibiotika ausgewichen.
Forscher aus Israel haben in einer Studie
überprüft, ob man durch entsprechende höhere
Dosierung der Antibiotika Resistenzen überwinden
und Patienten doch erfolgreich behandeln kann.
Patientinnen
mit Harnwegsinfektion (unkomplizierte Zystitis)
wurden mit TMP-SMX (Trimethoprim-Sulfamethoxazole, in Deutschland bekannt als Bactrim®) behandelt. In
Israel existiert eine 30 bis 50% Prävalenz
(Vorkommen) an TMP-SMX-Resistenz bei Erregern der
Zystitis (Harnblasenentzündung).
Es
wurden 333 Frauen mit TMP-SMX-sensiblen Erregern
(Gruppe A) und 151 Frauen mit TMP-SMX-resistenten
Erregern (Gruppe B) behandelt. Escherichia
coli war der häufigste Erreger in beiden Gruppen.
Dosierung von TMP-SMX (160mg/800mg): zweimal
täglich für 5 Tage.
Nach
5 bis 9 Tagen waren 86 % der Urinkulturen in der
Gruppe A und 42 % der Urinkulturen in der Gruppe B
Keimfrei. Nach 4 bis 6 Wochen war die
mikrobiologische und klinische Heilung in der Gruppe
A mit TMP-SMX-resistenten Erregern 93 % und in der
Gruppe B mit mit TMP-SMX-resistenten Erregern 70
%.
Kommentar:
Auch wenn TMP-SMX bei sensiblen Erregern eindeutig
bessere Heilungsraten erzielt, ist es erstaunlich,
dass auch bei TMP-SMX-resistenten Erregern relativ
gute Therapieerfolge erreicht werden konnte.
Die
Unterdosierung und frühzeitiges Abbrechen von
Antibiotika bietet Bakterien die Möglichkeit, sich
anzupassen und eine Resistenz zu entwickeln. Es
scheint, dass umgekehrt auch eine
Antibiotika-Resistenz mit höherer Dosierung und
regelmässiger Einnahme gebrochen werden kann.
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