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Androgene (Testosteron) sind
männliche Geschlechtshormone, die im Hoden,
in der Nebennierenrinde und im Eierstock gebildet
werden. Androgenmangel-Symptome bei Frauen wurden
bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Im Zentrum der
Interesse stand die Östrogenmangel und die damit
assozierten Symptome.
Um das Evidenz für
und gegen Androgen Insuffienz als eine Ursache
sexuelle und andere Gesundheitsbeschwerden bei
Frauen zu bewerten haben Forscher aus den USA
Kriterien (princeton consensus statement) für die
Diagnose und Therapie der Androgenmangel-Zustände
bei Frauen entwickelt.
Die
Begriff "female androgen insufficiency"
wurde als eine Symptomenkomplex (unter anderem
reduzierter Allgemeinzustand, Müdigkeit unklarer
Ursache, verminderte Libido) mit niedrigem
Testosteron-Blutwerten und normalen
Östrogen-Blutwerten definiert. Andere
Ursachen für die Symptome sollen ausgeschlossen
werden. Die möglichen Ursachen eines
Testosteronmangels bei Frauen werden als ovariäl,
adrenal, hypophysär, medikamentös oder
idiopathisch (ohne Ursache) klassifiziert. Die
derzeitig erhältliche Laboruntersuchungen wurden
als wenig sensitiv, vor allem in den unteren
Bereichen des Normwertes für Testosteron,
bewertet. Kommentar:
Die Autoren gehen davon aus, dass Frauen mit
nachgewiesenem Testosteronmangel bei normalen
Östrogen-Blutwerten von einer
Testosteronsubstitution profitieren würden und
schlagen eine vereinfachte Diagnostik- und
Therapie-Algorithmus vor. Gleichzeitig
machen sie darauf aufmerksam, dass
Testosteronsubstitutions-Therapie für Androgen
Insuffienz bei Frauen ("sexual dysfunction or other common
symptoms of female androgen insufficiency") in
den USA noch nicht zugelassen ist. Daher sollen
mögliche Gegenanzeigen vor einer Therapiebeginn
identifiziert, Patienten ausführlich informiert und
überwacht werden. |