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Therapie
der Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) durch Hemmung von
Tumornekrosefaktor mit Etanercept (Enbrel®)
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| Schlüsselwörter:
Etanercept, Enbrel,
Tumornekrosefaktor-Antagonisten, Hemmer, Behandlung, Therapie,
Morbus Bechterew, Spondylitis ankylosans, TNF-alpha-Hemmer, NSAR,
Bewegungstherapie, Basistherapeutika, Sulfasalazin,
Gelenkschwellung, Azulfidine, Etanercept, Enbrel, Rheumatoide
Arthritis, Tuberkulose, Nebenwirkungen, Lupus Erythematodes,
demyelinisierende Krankheiten und Panzytopenie. |
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Bei
Morbus Bechterew existieren wenige
Therapie-Optionen. NSAR und
Bewegungstherapie sind die Standardtherapie.
Bei Beteiligung peripherer Gelenke können auch
Basistherapeutika wie Sulfasalazin (Azulfidine®)
eingesetzt werden.
Wir
stellen in diesem Monat (Juli 2002) zwei Arbeiten
vor, die die Therapie der Morbus Bechterew
(Spondylitis ankylosans) mit den
Tumornekrosefaktor-Antagonisten (TNF-Blocker) Infliximab
(Remicade®) und Etanercept (Enbrel®)
untersuchen.
Etanercept
(Enbrel® von Wyeth) und Infliximab (Remicade® von
Essex Pharma) sind in Deutschland zur Therapie der
rheumatoiden Arthritis zugelassen. Beide
Medikamente sind in Deutschland zur Therapie von
Morbus Bechterew noch nicht zugelassen.
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Studie
zur Behandlung der Morbus Bechterew (Spondylitis
ankylosans) mit dem TNF-alpha-Hemmer Etanercept (Enbrel®):
An
der kontrollierten Studie hatten 40
Bechterew-Patienten mit aktiver entzündlicher
Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) aus Praxen
teilgenommen. Patienten wurden jeweils entweder für
subkutane Injektionen von 25 mg Etanercept (Enbrel®)
zweimal pro Woche oder Placebo für vier Monate lang
randomisiert. Im Gegensatz zur Infliximab-Studie
waren zusätzlich NSAR und die gewohnte Basistherapeutika
in gleichbleibender Dosis erlaubt.
Als
Primärer Endpunkt wurde das klinische
Ansprechen der Patienten vereinbart. Bei mindestens
drei von fünf Messvariblen zur Krankheitsaktivität
mußte eine mindestens 20% Besserung vorliegen:
morgendliche Steifigkeit, Wirbelschmerzen und
Funktionsfähigkeit, Beurteilung der
Krankheitsaktivität durch die Patienten und Grad
der Gelenkschwellung. 37 Patienten beendeten die
Studie.
Nach
vier Monaten sprachen 80 Prozent der Verum-Patienten
auf Etanercept an, im Vergleich zu 30 Prozent
in der Placebo-Gruppe. Die Etanercept-Gruppe hatte
gegenüber den Ausgangswerten bei vier der fünf
Messvariablen des primären Endpunktes eine
signifikante Besserung im Vergleich zu
Placebo. Etanercept wurde gut vertragen. Die
Therapiewirkung nahm im Verlauf von zehn Monaten
nicht ab.
Kommentar:
Die Autoren schlussfolgern, dass eine viermonatige
Therapie mit Etanercept eine schnelle, signifikante
und andauernde Besserung bei Patienten mit Morbus
Bechterew (Spondylitis ankylosans) erzielte.
Auch
wenn in dieser Kurzzeit-Studie keine signifikante
Unterschiede zwischen der Etanercept -Gruppe
und Placebo-Gruppe hinsichtlich der
Nebenwirkungs-Rate gefunden wurde, sind bei den Tumornekrosefaktor-Antagonisten
schwerwiegende Nebenwirkungen wie schwere
Infektionen (Tuberkulose!), systemische Lupus
Erythematodes, demyelinisierende Krankheiten oder
Panzytopenie bekannt. Langzeit-Studien könnten zur
Häufigkeit der schwerwiegenden Nebenwirkungen der Tumornekrosefaktor-Antagonisten
in der breiten Anwendung Klarheit bringen.
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Gorman
et al: Treatment of ankylosing spondylitis by
inhibition of tumor necrosis factor alpha. N Engl J
Med 2002 May 2;346(18):1349-56
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Etanercept
bei Psoriasis
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Etwa
fünf bis zehn Prozent aller Patienten mit Psoriasis entwickeln eine Psoriasis-Arthritis, die die Gelenke der
Betroffenen schwer schädigen kann. Der TNF-alpha-Blocker
Etanercept wurde in klinischen Studien sowohl bei Psoriasis
als auch Psoriasis-Arthritis als neue Therapie-Option
überprüft. Etanercept ist in Deutschland zur Therapie bei
Psoriasis-Arthritis zugelassen. Mit einer Zulassung für die
Indikation Psoriasis wird im 2004 gerechnet. Mehr...
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Weitere Studien
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Craig
L. Leonardi et al: Etanercept as Monotherapy in Patients
with Psoriasis. NEJM Volume 349:2014-2022 November 20,
2003
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Nachtrag
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Etanercept
(Enbrel®): Immunmodulator bessert Psoriasis
bei vier von fünf Patienten deutlich, 22.03.2006 |
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