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Der
Fusionshemmer Enfuvirtid (Fuzeon®), auch T-20
genannt, von Hoffmann-La Roche ist seit Mai 2003 in
EU zugelassen.
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Indikation:
HIV-Patienten, die auf existierende Kombitherapien
nicht mehr ansprechen oder andere HIV-Medikamente
nicht vertragen.
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Wirkungsmechanismus: Der
Fusionshemmer Enfuvirtid
(Fuzeon®) greift das HI-Virus an, bevor
HI-Virus die T-Zellen des Immunsystems befällt. Enfuvirtid
(Fuzeon®) dockt sich an ein Virusprotein an der
Oberfläche der T-Zelle und verhindert damit, dass
ein anderes Virusprotein an die T-Zelle sich heften
kann.
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Auf einer Pressekonferenz im
letzten Jahr 2002 stellte das Unternehmen
Hoffmann-La Roche erstmals
Ergebnisse von zwei multizentrischen Phase-3-Studien
vor. Insgesamt nahmen fast 1000 Patienten daran teil.
Enfuvirtid (Fuzeon®)
wurde in Kombination mit
anderen antiretroviralen Medikamenten eingesetzt.
Die zwei Zulassungstudien (TORO-1- und TORO-2)
sind im Mai 2003 in NEJM publiziert.
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TORO-1-
und TORO-2: Die Protokolle der beiden Studien
sind ähnlich. Es wurden nur Patienten in die
Studien aufgenommen, die mindestens sechs Monate
lang mit Medikamenten aus drei Klassen von
antiretroviralen Medikamenten behandelt worden
waren, und bei denen es zu einer klinischen
Resistenz (Anstieg der Plasma HIV-1 RNA
Konzentration auf über 5 000 Kopien/Milliliter)
gekommen war. Die CD4-Zellzahl der Patienten lag
beim Studienanfang unter 100/Kubikmillimeter.
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In
TORO-1- und TORO-2 erhielten alle Patienten
eine optimierte Basis-Therapie bestehend aus drei
bis fünf antiretroviralen Medikamenten.
Anschliessend wurden die Patienten randomisiert. Zwei
Drittel der Patienten erhielten Enfuvirtid
(Fuzeon®) zusätzlich zu der optimierten Basis-Therapie.
Das andere Drittel in der Kontrollgruppe erhielt nur
die optimierte Basis-Therpie.
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Nach
24 Wochen Therapiedauer sank die Virusmenge in der
Enfuvirtid-Gruppe im Blut stärker ab und die
CD4-Zellzahl stieg stärker zu, als in der
Kontroll-Gruppe. CD4-Werte in der
Enfuvirtid-Gruppe: plus 76 bzw. 65,5
Zellen/Kubikmillimeter; CD4-Werte in der
Kontrollgruppe: plus 32 bzw. 38
Zellen/Kubikmillimeter.
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Dosierung:
In den Zulassungstudien wurde zweimal täglich 90 mg
subkutan
Enfuvirtid injiziert.
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Nebenwirkungen:
In der
Enfuvirtid-Gruppe traten mehr Pneumonien und
Reaktionen an der Injektionsstelle auf, als in der
Kontrollgruppe. Die weitere Nebenwirkungsrate (wie
Durchfall und Übelkeit) war in beiden Gruppen
ähnlich. Die Forscher führten dies auf das
bekannte Nebenwirkungsprofil von
antiretroviralen Medikamenten zurück.
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Ein
Editorial in der gleichen Ausgabe von NEJM macht auf
die hohe Kosten, fast doppelt so viel wie andere
antiretrovirale Medikamente, und auf die Gefahr der
schnellen Resistenzentwicklung bei einem
unkritischen Einsatz aufmerksam.
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Jacob
P. Lalezari et al for the TORO 1 Study Group:
Enfuvirtide, an HIV-1 Fusion Inhibitor, for
Drug-Resistant HIV Infection in North and South
America. NEJM 2003; 348: 2175-85
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Adriano
Lazzarin et al for the TORO 2 Study Group: Efficacy
of Enfuvirtide in Patients Infected with
Drug-Resistant HIV-1 in Europe and Australia. NEJM 2003; 348:
2186-95
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