Bei bewusstlosen Patienten
wird häufig eine Computer Tomographie des Kopfes (CCT)
angestrebt, um die genaue Diagnose zu stellen.
Bekanntlich ist es oft schwierig sogar nicht
möglich umgehend eine CCT durchzuführen.
Forscher aus Japan haben in ihrer Studie
versucht, ob mit Hilfe von Vitalzeichen-Parameter
(Blutdruck, Herzfrequenz) Patienten mit
pathologischen Hirnläsionen identifiziert werden
könnten. Sie haben die Assoziation zwischen den
Vitalzeichen-Parametern und der endgültigen Diagnose
untersucht.
Alle Patienten waren auf Intensivstation mit
Bewusstlosigkeit durch eine nicht-traumatische
Ursache und mit einer Glasgow Coma Score unter 15
aufgenommen. 312 (59%) hatten pathologische
Hirnläsionen, die die Bewusstlosigkeit erklärten.
Unter den 312 Patienten war der Schlaganfall die
häufigste Diagnose.
Die mittlere systolische und diastolische
Blutdruckwerte waren signifikant höher und die
mittlere Herzfrequenzrate signifikant niedriger bei
Patienten mit pathologischen Hirnlbefund als bei
denen ohne ein organisches Korrelat.
Systolischer Blutdruck war der beste Parameter (Discriminator).
Die wahrscheinlichkeit für ein pathologisches
Hirnläsion war bei Patienten mit einem systolischen
Blutdruck unter 90mmHg war signifikant geringer
als bei Patienten mit einem systolischen Blutdruck
über 170 mmHg
Fazit: Die Mediziner kommen zu dem
Schluss, dass systolischer Blutdruck bei der
Diagnostik der Patienten mit pathologischen
Hirnläsionen und Bewusstlosigkeit hilfreich ist.