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 Vorhofflimmern - Absolute Arrhythmie: Frequenzkontrolle oder Ryhtmuskontrolle? , 2003

Schlüsselwörter:  Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Absolute Arrhythmie, Freqeunzkontrolle, Ryhtmuskontrolle, Ryhtmusierung, Kardioversion, Sinusrhytmus Herzfrequenz, Sotalol, Amiodaron und Beta-Blocker.

Bei Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern (AF: Atrial Fibrillation) gibt es zwei Therapie-Möglichkeiten: Kardioversion und anschliessend Antiarrhytmika zur Sinusrhytmus-Aufrechterhaltung oder medikamentöse Herzfrequenzkontrolle. In der Regel wird die Kardioversion der Herzfrequenzkontrolle vorgezogen. Die medikamentöse Einstellung der Herzfrequenz bei Vorhofflimmern galt als eine weitere Therapieoption nach erfolglosen Kardioversionsversuchen. 

 

Die vorliegende richtungsweisende randomisierte Studie (1) vergleicht die beiden Vorgehensweisen. Der primäre Endpunkt bildete die Gesamtmortalität.

 

In den USA wurden insgesamt 4060 Patienten über 65 Jahre mit mehreren Risikofaktoren für Schlaganfall (Hypertonie, KHK...) und mit Vorhofflimmern, die in der Regel  nicht länger als 6 Monate bestand,  aufgenommen. Alle Patienten erhielten orale Antikoagulation.

 

Ziel bei Ryhtmuskontrolle:  Sinusrhythmus-Herstellung durch mehrfache elektrische Kardioversion und pharmakologisch durch Sotalol, Amiodaron und Klasse-I-Antiarrhythmika.

 

Frequenzkontrolle: Normalisierung der Herzfrequenz mit Beta-Blocker, Ca2+-Antagonisten und Digitalis oder Kombinationstherapie. 

 

5-Jahres-Mortalität (23,8% vs. 21,3%) sowie die Anzahl der Hospitalisationen und das Vorkommen von Medikamentennebenwirkungen war bei rhythmusorientierter Therapie signifikant höher als bei frequenzorientierter Therapie.

Fazit: Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die  rhythmusorientierte Therapie bei der Behandlung von Vorhofflimmern bei älteren Patienten gegenüber der frequenzorientierten Therapie keine Vorteile im Bezug auf Morbidität und Mortalität bietet. Sie empfehlen, die Antikoagulation in dieser Hoch-Risiko-Gruppe fortzusetzen. 

Eine Studie aus Niederlanden (2) mit gleicher Thematik kommt zu einem ähnlichen Schluss.  

Ein Editorial in der gleichen Ausgabe von NEJM macht jedoch darauf aufmerksam, dass eine spezifische Gruppe von Patienten (junge Patienten ohne strukturelle Herzveränderungen, oder weiterhin symptomatische Patienten unter Frequenzkontrolle-Therapie) von der Ryhtmuskontrolle profitieren könnten.

1- The Atrial Fibrillation Follow-up Investigation of Rhythm Management (AFFIRM) Investigators. A comparison of rate control and rhythm control in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med 2002 Dec 5; 347:1825-33

2- Van Gelder IC et al. A comparison of rate control and rhythm control in patients with recurrent persistent atrial fibrillation. N Engl J Med 2002 Dec 5; 347:1834-40

 

 

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Stand: 25. Mai 2013