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SARS, Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom - Diagnostik, Verlauf und Therapie, 2003 

Schlüsselwörter:  Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom, SARS, Symptome, Lungenentzündung,Therapie, Behandlung, Infektion, Reisen, Quarantäne, Reise-Bestimmungen, Ansteckung, Hygiene und  Krankenhaus.

In einem Artikel in British Medical Journal sehen die Infektiologen in der schnellen Ausbreitung des SARS die Vorboten für die nächste Influenza-Pandemie (Grippe-Ausbreitung). Wichtige Punkte aus dem Artikel in BMJ zur derzeitigen Datenlage über SARS  (Sudden acute respiratory syndrome; BMJ 2003;326:669-670)  haben wir übersetzt.

SARS, Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom, wurde zum ersten Mal Ende Februar 2003 in Hanoi, Vietnam diagnostiziert. In der dritten Woche im März wurden mehrere Hundert Verdachtsfälle für SARS weltweit gemeldet worden. Die Presse spekuliert darüber, dass die SARS-Erkrankung mit einem Arzt aus Guandong in Südchina nach Hongkong gekommen sein soll.

Ursache: Labors suchen weltweit nach der Ursache des SARS. Unter den möglichen Auslösern ist Paramyxovirus (Virus der Paramyxo-Gruppe) derzeit der wahrscheinlichste Kandidat. Der Erreger von SARS ist hoch infektiös. Mehr als 50 Prozent der Ärzte und des Pflegepersonals, die SARS-Patienten betreuten, haben sich angesteckt.

Symptome und Diagnostik: Die ersten Daten zeigen eine Inkubationszeit von fünf bis neun Tagen. Die häufigsten frühe Symptome in Hong Kong und Hanoi sind Fieber, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel. Halsschmerzen und Schnupfen erscheinen in weniger als 25% der Fälle. Husten tritt nur in 39% der Fälle früh auf.

 

Aufgrund der unspezifischen Manifestation am Beginn können SARS-Symptome leicht übersehen werden können, es sei denn, beispielsweise durch eine Asienreise oder durch Kontakt mit infizierten Personen, ein hoher SARS-Verdacht besteht.

 

Nach drei bis sieben Tagen Fieber fangen die Symptome der Lungenerkrankung mit unproduktivem Husten (Husten ohne Auswurf) an, die von Luftnot und Thoraxschmerzen (Schmerzen am Brustkorb) begleitet werden können.

 

Bei frühen Röntgen-Aufnahmen der Lunge sieht man kleine fokale einseitige diffuse interstitielle Infiltrate. Die Infiltrate können sich rasch in beide Lungenfelder ausbreiten. Bei einigen SARS-Patienten können Lungen-Röntgen-Aufnahmen jedoch während des gesamten Krankheitsverlaufs auch unauffällig bleiben.

 

Bei der Laboruntersuchung kommen niedrige Lymphozyten-Zahlen häufig vor, Leberfunktionswerte können gelegentlich ansteigen.

Verlauf: Der SARS-Krankheitsverlauf kann unterschiedlich vom mildem Ablauf bis zum Tod variieren. Glücklicherweise besserten sich viele Patienten mit SARS kontinuierlich über 7-10 Tage ohne Komplikationen und ohne Bedarf für zusätzliche Sauerstoff-Gabe. Bei ca. drei Prozent der Patienten verläuft SARS-Krankheit Tödlich.

Übertragungsweg und Schutzmassnahmen: Die SARS-Krankheitserreger wird wahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion übertragen. Zum Schutz müssen Patienten isoliert werden,  Ärzte und Pflegepersonal speziell ventilierte Schutzkleidung tragen (“including a negative pressure isolation room, use of full respiratory protection for people entering the room, and eye protection for all contacts”).

Therapie: Neuraminidasehemmer-Therapie und Antibiotika waren bei SARS-Krankheit bisher wirkungslos. Bisher wurden auch Behandlungsversuche mit intravenösem Ribavirin (antivirales Medikament) und Steroiden (Cortison) unternommen. Trotz bisher unklarer Evidenzlage ist darunter eine klinische Besserung bei bestimmten schwerkranken Patienten in Hong Kong erzielt worden. 

 

Die schnelle Ausbreitung der Erreger des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) wirft viele wichtige klinische Fragen auf: Wie kann SARS schnell diagnostiziert werden?; Therapie mit antiviralen Medikamenten wie Ribavirin?; Dauer der Isolierung der SARS-Patienten?; Dauer der Virämie?; Verteilung der Virus in der Natur?

 

 

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Stand: 25. Mai 2013