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Die
Behandlung zur Prophylaxe rezidivierender venöser
Thromboembolien beinhaltet eine 3- bis 12monatige
Therapie mit "full-dose"-Warfarin (Coumadin®)
- Anmerkung: In Deutschland wird häufig
Phenprocoumon (Marcumar®) verwendet-. Das Ziel INR
liegt zwischen 2,0 und 3,0.
Die
internationalen Leitlinien (1) empfehlen eine
3monatige Antikoagulations-Behandlung, wenn die
Thrombose durch ein zeitlich befristetes Ereignis
wie eine Operation, ausgelöst wurde. Bei
idiopathischen Thromboembolien, die zum ersten Mal
aufgetreten sind, werden mindestens eine 6monatige
Therapie empfohlen. Bei rezidivierenden
idiopathischen Thromboembolien oder Thromboembolien
bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren wie
Thrombophilie, Krebskrankheit werden 12monatige oder
auch längere Antikoagulations-Behandlung
empfohlen.
Die
Dauer und Nutzen-Risiko-Verhältnis einer
Langzeit-Behandlung (über 12 Monate) sind jedoch noch offen. Die
vorliegende Multicenter-Studie mit 503 Patienten aus
den USA in NEJM untersucht diese Fragestellung.
PREVENT-STUDIE
(2): Patienten mit idiopathischer venöser
Thromboembolie, die bereits im Durchschnitt für 6,5
Monate eine Behandlung mit "full-dose"-Antikoagulanzien
erhalten hatten, wurden entweder für Placebo oder
für eine Therapie mit "low-intensity"-Warfarin
(Ziel-INR: 1,5-2.0) randomisiert.
Nach
einer Beobachtungszeit bis zu 4,3 Jahre (Im Mittel
2,1 Jahre) musste die Studie frühzeitig abgebrochen
werden. Von den 253 Patienten in der Placebo-Gruppe
erlitten 37 rezidivierende venöse Thromboembolien
(7,2 pro 100 Personenjahre), in der "low-intensity"-Warfarin-Gruppe
jedoch nur 14 von 255 Patienten (2,6 pro 100
Personenjahre). Die Risikosenkung waren in
allen Subgruppen (wie mit oder ohne erbliche
Thrombophilie) ähnlich.
Für
die "low-intensity"-Warfarin-Gruppe lag im
Vergleich zur Placebo-Gruppe insgesamt eine 48%ige
Reduzierung des zusammengesetzten Endpunktes aus
schweren Blutungen und Mortalität vor. Nach der
Daten-Analyse lag die Risikosenkung für
rezidivierende venöse Thromboembolien zwischen 76%
und 81%.
Fazit:
Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass die
Langzeit-Therapie mit "low-intensity"-Warfarin
eine hoch-effektive Methode bei der Prävention
rezidivierender venöser Thromboembolien ist.
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