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Rheumatologie:
Was Tun mit falsch positiven ANA-Tests (Antinukleäre Antikörper)?
2003
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Rheumatologie, ANA-Test, Autoimmun-Krankheit, Antinukleäre
Antikörper, doppelsträngige DNA, DNS, Autoimmunerkrankungen,
Kollagenosen, Systemischer Lupus erythemathodes, SLE, Sklerodermie,
Polymyositis, Dermatomyositis, Sjögren-Syndrom und Diagnostik. |
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Definition:
Antinukleäre Antikörper (ANA) sind Antikörper,
die gegen verschiedene Teile der Zellkerne gerichtet
sind, wie z.B. gegen doppelsträngige DNA.
Serologische ANA-Tests werden an erster Stelle bei
der Diagnostik der Autoimmunerkrankungen
durchgeführt. Sie werden bei Menschen im Verlauf
verschiedener Krankheiten, vor allem bei Kollagenosen
(Systemischer Lupus erythemathodes, Sklerodermie,
Polymyositis, Dermatomyositis, Sjögren-Syndrom)
gebildet. Niedrige Titer werden auch bei gesunden
Personen festgestellt.
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Welcher
Arzt kennt es nicht. Bei einem Patient mit
Gelenkschmerzen wird am Anfang zur Komplettierung
der Diagnostik einen ANA-Test durchgeführt, der
dann positiv ausfällt. Im Verlauf zeigt der
Patient jedoch keine entsprechenden klinischen
Symptome einer Kollagenose. Was Tun?
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Genau
dieser Fragestellung geht eine Studie in Journal of
Rheumatology nach.
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Kanadische
Forscher identifizierten 116 Patienten mit hoch-positiven ANA-Tests
( 1:640)
ohne klinisches Korrelat für Kollagenosen. Nach 5
Jahren konnten sie bei 53 Patienten ANA-Test erneut
durchführen. 48 Patienten waren dabei weiterhin
ANA-Positiv. Jedoch nur bei 3 Patienten wurden in
der Beobachtungsphase nach dem ersten ANA-Test
definitiv eine Kollagenose
diagnostiziert.
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Fazit:
Die meisten Patienten mit anfänglich hoch-positivem
ANA-Test bleiben auch im Verlauf weiterhin positiv.
Jedoch nur wenige entwickeln eine klar
diagnostizierte Kollagenose. Die Ergebnisse zeigen
einen sensitiven aber nicht spezifischen ANA-Test.
Die Forscher weisen auch auf das häufige Vorkommen
von positiven ANA-Tests bei Hypothyreose hin.
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Myckatyn
SO and Russell AS. Outcome of positive antinuclear
antibodies in individuals without connective tissue
disease. J Rheumatol 2003 Apr; 30:736-9.
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