|
| |
Vorhofflimmern:
Antikoagulation-Einstellung vor Endoskopie
|
| Schlüsselwörter:
Krankheit, Bronchoskopie, Gastroskopie, Koloskopie,
Schlaganfall, Risiko, Hirnblutung, TIA, Thrombose, Vorhofflimmern,
Antikoagulation-Einstellung, Marcumar, Operation, Endoskopie und
gerinnungshemmende Therapie. |
|
Sollte
gerinnungshemmende Therapie vor Endoskopie angepasst
werden?
|
|
In
der Praxis taucht häufig die Frage auf, wie man
Patienten mit Vorhofflimmern behandeln sollte, die
unter permanenter Antikoagulation stehen und
endoskopiert werden müssen: Antikoagulation
fortlaufen lassen, ändern, oder absetzen?
|
|
Eine
Studie in Neurology ging dieser Fragestellung nach,
und untersuchte das Schlaganfall-Risiko bei
Patienten, bei denen die gerinnungshemmende Therapie
vorübergehend vor Bronchoskopie, Gastroskopie und
Koloskopie umgestellt wurde.
|
|
Anhand
der Daten aus der Mayo Klinik identifizierten die
Mediziner 160000 Patienten, die sich einer vor
Bronchoskopie, Gastroskopie und Koloskopie von 1995
bis 2001 unterzogen hatten. Darunter 1425 Patienten
unter Antikoagulation.
|
|
Bei
438 Patienten, bei denen die Antikoagulation weiter
fortlief, traten in den ersten 30 Tagen keine
Schlaganfälle. Im Gegensatz dazu traten 12
Schlaganfälle bei Patienten, bei denen die
Antikoagulation entweder reduziert oder ganz
abgesetzt wurde.
|
|
Fazit:
Die Forscher ziehen die Schlussfolgerung, dass
Schlaganfall-Risiko bei Patienten, deren
Antikoagulation vor Endoskopie angepasst wurde und
die weitere Risikofaktoren (wie hohes Alter,
Schlaganfall in de Vorgeschichte, Hypertonie,
Fettstoffwechselstörung) aufweisen, wesentlich
höher liegt.
|
|
Die
Ergebnisse könnten eine Hilfestellung für die
Ärzte sein, um eine Entscheidung zu treffen, ob die
Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern vor
einer endoskopischen Therapie angepasst werden
sollte oder nicht.
|
|
Die
Ergebnisse korrelieren mit den Vorschlägen, die
beim Jahreskongreß
der Gesellschaft für Thrombose- und
Hämostaseforschung (GTH) in Innsbruck 2003 gemacht
wurden. Professor Herbert Watzke aus Wien: „Bei
kleinen chirurgischen Eingriffen wie
Zahnextraktionen oder Biopsien brauche die orale
Antikoagulation bei INR-Werten um 2,5 nicht
unterbrochen werden. Es gebe eine Fülle von Daten,
die belegten, daß das Blutungsrisiko bei diesen
Patienten nahezu null sei...“
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|