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Sepsis:
Blutkulturen und Bakterämie-Diagnose
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| Schlüsselwörter:
Krankheit, Sepsis,
Blutkulturen, Bakterämie-Diagnose, Blutkultur, Entnahmetechnik,
Volumen und Probenzahl. |
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Wie
viele Blutkulturen sind für Bakterämie-Diagnose
notwendig?
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Die
Zahl der notwendigen Blutkulturen
sowie die Vorgehensweise zur Bakterämie-Diagnostik
wird derzeit kontrovers diskutiert.
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Eine
Studie zeigte, basierend auf eine Metaanalyse , in
2002 Clinical Infectious Diseases in 2002 (1), dass
das entnehmen von 35-42ml Blut –das sind ca. 6
Flaschen- bei einer einzigen Sitzung durch venöse
Punktion, genauso effektiv ist, wie das entnehmen
von sechs Blutkulturen je 5-10 ml pro Flasche
(entsprechend der Leitlinien) durch jeweils neue
venöse Punktionen. Die Studiengruppe aus Frankreich
um Lamy plädierte dafür, anstatt mehrere Proben zu
entnehmen, eine einzige Probe mit einem grossen
Volumen zu entnehmen.
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Die
Studienergebnisse von Lamy et al wurden jetzt in einem sogenannten
Letter to editor (2) in der gleichen Zeitschrift
Clinical Infectious Diseases in Frage
gestellt.
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Der
Verfasser des Briefes Johnson bemerkt: Auch, wenn
jede weitere venöse Punktion die Wahrscheinlichkeit
eines falsch positivem Ergebnisses erhöht, senkt
sie jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass eine einzige
venöse Punktion zu einer falsch positiven Diagnose
einer Bakterämie führt. Nach seiner Berechnung
würde die Wahrscheinlichkeit für ein
falsch-positives Ergebnis pro venöse Punktion bei
25% liegen. Die Wahrscheinlichkeit für ein
falsch-positives Ergebnis jeweils bei drei
verschiedene venöse Punktionen würde jedoch bei
nur 1,6% liegen. Somit plädiert er für die
klassiche Vorgehensweise mit Entnehmen von mehreren
Blutkulturen.(2).
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