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Leberkrebs:
Selective Internal Radiation Therapy (SIRT) bei Lebertumoren
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| Schlüsselwörter:
Krankheit, Leberkrebs, Selective Internal Radiation Therapy,
SIRT, Lebertumoren, Leber, Tumor oder Krebs. |
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Pressemitteilung
des Klinikums der Universtität München (31.03.2004):
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"Für
Patienten mit Lebertumoren,
die weder chirurgisch noch chemotherapeutisch
erfolgreich behandelt werden konnten, zeigt ein
neues Verfahren erfolgversprechende Aussichten: die
Selective Internal Radiation Therapy (SIRT).
Anwendungsgebiete:
Bei
chirurgisch nicht resektablen primären oder
sekundären Lebertumoren werden in den letzten
Jahren neben einer systemischen Chemotherapie
zunehmend auch minimal-invasive Verfahren wie die
transarterielle Chemoembolisation oder die perkutane
Radiofrequenzablation angewendet. Trotz der
genannten Anwendungsmöglichkeiten zeigt sich bei
einem erheblichen Anteil der Patienten ein
Fortschreiten der Lebererkrankung. Für betroffene
Patienten scheint das neue Verfahren der SIRT sehr
gute Ergebnisse zu erzielen. Dieses wurde bisher an
mehreren hundert Patienten weltweit dokumentiert.
Funktion:
Bei
diesem Verfahren werden biokompatible Mikrosphären,
die eine radioaktive Substanz mit sehr kurzen
Reichweiten enthält, direkt in die Leber
versorgenden Gefäße injiziert. Dabei wird das in
Mikrosphären verkapselte 90-Yttrium, ein
ß-Strahler, über einen Katheter, der von der
Leiste des Patienten eingeführt wird, direkt in die
Leberschlagader eingespritzt. Hierdurch werden
Tumoren einer lokal hohen Strahlendosis ausgesetzt
und gleichzeitig Tumorgefäße verschlossen.
Als
erstes Institut in Europa ist die Klinische
Radiologie am Klinikum der Universität München in
der Lage, die SIRT als Therapieverfahren maligner
Lebertumoren anzubieten. "Noch vor wenigen
Jahren hatten Patienten mit Lebermetastasen geringe
Lebenserwartungen", so Professor Dr. Dr. h.c.
Maximilian Reiser, Direktor des Instituts für
Klinische Radiologie. "Wir haben in Großhadern
in Zusammenarbeit mit den Onkologen und den
Nuklearmedizinern die in Australien entwickelte
Methode seit letzem Jahr angewandt. Unsere ersten
Erfahrungen sind dabei gerade unter Erhalt der
Lebensqualität der behandelten Patienten sehr
positiv."
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Siehe
auch
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Radioaktive
Mikrokügelchen zerstören Leberkrebs, 27.09.2006
LMU
München: Team um Professor Maximilian Reiser,
Institut für Klinische Radiologie, und Professor
Klaus Tatsch, Klinik für Nuklearmedizin:
"Bei
der Behandlung von Leberkrebs-Patienten kommt die selektive
Interne Radiotherapie (SIRT) immer mehr zum
Zuge. Die Methode war gerade ein wichtiges Thema
beim Radiologenkongreß CIRSE in Rom. Bei SIRT
werden radioaktiv beladene Mikrokügelchen in
Tumorarterien injiziert und sammeln sich in den
Herden, die so direkt von innen bestrahlt werden.
Seit Januar übernehmen die Kassen die
Behandlung..."
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