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Patienten mit essenzieller Thrombozythämie und
hohem Risiko für vaskuläre Komplikationen
erhielten niedrig dosierte ASS (75mg bis 100mg) plus
Anagrelid (Initialdosis 0,5mg zweimaltäglich) oder
Hydroxyharnstoff (Initialdosis 0,5 bis 1,0mg
täglich). Die Dosen für Anagrelid und
Hydroxyharnstoff wurden kontinuierlich angepasst, um
eine Thrombozytenzahl unter 400.000 zu erreichen.
Die Therapie wurde als unwirksam betrachtet, wenn
die Thrombozytenzahl trotz 3-monatige Therapie nicht
weniger als 600.000 betrug.
Die
Patienten wurden im Mittel für 39 Monate
beobachtet.
Fazit:
Die Forscher schlussfolgerten, dass Hydroxyharnstoff
plus niedrig dosierte ASS, der Therapie mit
Anagrelid plus niedrig dosierte ASS überlegen ist.
In der Hydroxyharnstoff-Gruppe kam es weniger zu
arteriellen Thrombosen, schweren Blutungen und
Transformationen in eine Myelofibrose. Die Therapie
mit Anagrelid war lediglich mit weniger venösen
Thromboembolien verbunden. Die Abbruchrate in der
Anagrelid-Gruppe war höher. Die Thrombozytenzahl
wurden in beiden Gruppen gleichwertig gesenkt.
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