UPC:
Es können sehr niedrige Proteinspiegel in
Urinproben gemessen werden. Durch gleichzeitige
Bestimmung von Kreatinin-Spegel und Berechnung des
Verhältnisses von Urin-Protein zu Urin-Kreatinin
als UPC (urinary protein-creatinine-Ratio) kann der
Urin-Proteinverlust besser beurteilt und die
Änderungen in Urinvolumen- sowie –Konzentration
berichtigt werden.
Ein
erhöhtes UPC-Ratio zeigt eine klinisch signifikante
Proteinverlust im Urin. Vor einer weiteren
Diagnostik müssen transiente Proteinurie (wie durch
Fieber, körperliche Belastung) ausgeschlossen
werden.
Forscher
analysierten 2098 Urinproben, es wurden simultan
Urinsticks und UPC-Ratio durchgeführt. Darüber
hinaus wurden Spezifisches Gewicht im Urin (SG)
bestimmt.
Anhand
der SG-Werte (von 1.005 bis 1.040) und
Urinstickwerte für Proteinurie (0, 10, 30, 100, und
>300 mg/dL). wurden verschiedene Tabelle
angefertigt.
Mit
Hilfe der Tabellen wurde eine Proteinurie-Rechner
ermittelt. Wenn man die Urinstick-Proteinurie-Werte
und SG-Werte in den Rechner einträgt, wurden die
Wahrscheinlichkeiten gezeigt, ob ein normales
UPC-Ratio oder erhöhtes UPC-Ration vorliegt.
Z.B.
Ein Patient mit 0 mg/dL Urinstick-Protein-Wert und
1.020 SG hat eine Wahrscheinlichkeit von 2% für
eine klinisch signifikante Proteinurie und 0% für
Nephrotisches Syndrom.
Im
Gegensatz dazu hat ein Patient mit 300 mg/dL
Urinstick-Protein-Wert und 1.020 SG eine
Wahrscheinlichkeit von 98% für ein Nephrotisches
Syndrom.