|
| |
Frühtherapie
von Epilepsie: kaum Vorteile
|
| Schlüsselwörter:
Krankheit, Therapie, Behandlung, Medikament, Beginn,
Krampfanfall, Kinder, Epilepsie, Prognose, Antiepileptika, Anfall,
Frühtherapie, Erstanfall, ältere Patienten, Alter und
Therapiebeginn. |
|
Nach
einem tonisch-klonischen Anfall beträgt das Risiko
für einen zweiten Anfall bei 50%. Nach jedem zusätzlichen
Anfall steigt das Risiko. Eine Studie in Lancet
untersuchte die Fragestellung, ob eine frühe
Therapie mit Antiepileptika die Langzeit-Remission
beeinflusst.
|
|
Insgesamt
1847 Patienten mit einem spontanen unprovozierten
Anfall und Frühepilepsie wurden für Frühtherapie
oder für verzögerte Therapie (bis der Patient und
der Arzt sich über die Therapie-Notwendigkeit
entschlossen hatten) randomisiert.
|
|
Ergebnisse:
Nach 5-Jahren erhielten 60% der Frühtherapie-Gruppe
weiterhin antiepileptische Therapie, in der verzögerten
Therapie-Gruppe lediglich 41%.
In den ersten
2-Jahren waren die Remissionen und die Anfallsfreie
Zeit bis zum zweiten Anfall in der Frühtherapie-Gruppe
länger.
Nach 3 bis 5 Jahren waren jedoch kaum
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen: 76% der
Patienten in der Frühtherapie-Gruppe und 77%
in der verzögerten Therapie-Gruppe waren
Anfallsfrei. Die Lebensqualität in beiden Gruppen
war vergleichbar. Die Patienten in der Frühtherapie-Gruppe
hatten häufiger über Nebenwirkungen geklagt.
Schwere Nebenwirkungsrate war in beiden Gruppen ähnlich.
|
|
Fazit:
Frühe Therapie mit Antiepileptika in den ersten 1-2
Jahren reduziert das Auftreten der epileptischen Anfälle.
Frühtherapie hat jedoch keinen Einfluss auf die
Prognose und Langzeit-Remission. Der Vorteil in der
Frühphase muss gegen deren Nachteile
(Nebenwirkungen und Kosten) aufgewogen werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|