|
| |
Arthrose
und
Chondroprotektiva :
Glucosamin (Dona®), Chondroitin-Sulfat und beides zusammen bei
schmerzhafter Kniearthrose
|
| Schlüsselwörter:
Krankheit, Therapie, Behandlung, Medikament, Chondroprotektiva,
Arthrose, Schmerzen, Knorpelaufbau, Glucosamin (DonaÒ) und
Chondroitin Sulfat bei Kniearthrose, Knorpel, Aufbau, Regeneration
und Chondroitinsulfat. |
|
Die
Chondroprotektiva sind sogenannte Knorpelaufbaupräparate,
die Zerstörung des Knorpels bei degenerativen
Prozessen hemmen, und somit die Arthrose
aufhalten. Sie werden in den USA und Deutschland häufig
angewendet, auch wenn ihre Wirksamkeit umstritten
ist.
|
|
Glucosamin
(Dona®) und Chondroitinsulfat werden als
Chondroprotektiva zur Arthrose-Therapie eingesetzt.
Eine multizentrische Studie in NEJM (1; GAIT)
untersuchte die Wirkung und Sicherheit der beiden
Medikamente bei schmerzhafter Kniearthrose.
|
|
Insgeamt
wurden 1583 Patienten für 1500 mg Glucosamin täglich,
1200 mg Chondroitinsulfat täglich, Glucosamin und
Chondroitinsulfat in Kombination, 200 mg
Celecoxib(Celebrex®) täglich, oder Placebo für 24
Wochen randomisiert.
|
|
Fazit:
Nach Analyse der Ergebnisse ziehen die Mediziner die
Schlussfolgerung, dass Glucosamin (Dona®) und
Chondroitinsulfat allein oder in Kombination die
Schmerzen der Patienten mit Kniearthrose nicht
effektiv verringerten.
Subgruppenanalysen legten
jedoch nah, dass die Kombination von Glucosamin (Dona®)
und Chondroitinsulfat bei Patienten mit
mittelschwere bis schweren Knieschmerzen wirksam
sein könnte. Insgesamt waren die
Nebenwirkungen mild.
|
|
Auch im DÄ wurde zeitgleich der gleiche Artikel
rezensiert, anbei ein Ausschnitt: Arthrose:
Keine Schmerzlinderung durch orale Chrondoprotektiva
|
|
"..Ein
in den USA äußert populäres und auch in
Deutschland vertriebenes Nahrungsergänzungsmittel
war in einer randomisierten kontrollierten Studie im
New England Journal of Medicine (NEJM 2006;
354: 795-808) jedoch nicht in der Lage, die
Schmerzen besser zu lindern als ein Placebo. Ein
Autor mag dennoch nicht alle Hoffnungen aufgeben...
Streng
genommen gilt der jetzt gezeigte „Null-Effekt“
nur für die untersuchten Präparate. Ein
Kennzeichen von Präparaten der Alternativmedizin
ist hingegen die oft unübersichtliche Vielfalt in
der Zusammensetzung der Präparate. In der
GAIT-Studie wurde Glucosaminhydrochlorid eingesetzt.
Angeboten wird jedoch auch Glucosaminsulfat.
Angesichts der in der GAIT-Studie nachgewiesenen
guten Placebowirkung dürfte es den Anbietern von
Chondroprotektiva deshalb auch in Zukunft nicht
schwer fallen, die Patienten von der Wirkung ihrer
Mittel zu überzeugen, für die die Patienten im
Durchschnitt 20 bis 30 Euro pro Monat ausgeben..."
|
-
Daniel
O. Clegg et al: Glucosamine, Chondroitin
Sulfate, and the Two in Combination for Painful
Knee Osteoarthritis. NEJM 2006, Volume
354:795-808
-
NCAM:
Glucosamine/Chondroitin Arthritis Intervention
Trial (GAIT) Study Results
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|