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Antirefluxchirurgie (Laparoskopische Fundoplicatio) bei Sodbrennen: Antireflux-Medikamenteneinnahme nach Operation, 2006

Schlüsselwörter:  Krankheit, Therapie, Behandlung, Medikament, Antirefluxchirurgie, Laparoskopische Fundoplicatio, Anti-Refluxchirurgie, Sodbrennen, Medikamente, Operation, Nexium, Pantozol, H2-Blocker, Manschette und PPI-Hemmer.

Aktuelle Studie aus den USA (2) mit der Fragestellung, ob Antirefluxchirurgie postoperativ tatsächlich die Anwendung der Antireflux-Medikamente reduziert

Die medikamentöse Therapie der komplizierten Refluxösophagitis (GERD; Sodbrennen) wurde durch Protonenpumpenhemmer (PPI) erheblich verbessert. Für therapieresitente Fälle gibt es die operative Antirefluxchirurgie (Fundoplicatio). Vor allem die minimalinvasive Laparoskopische Fundoplicatio erfreut sich in den letzten Jahren eine zunehmende Beliebtheit. Dabei wird der obere Teil des Magens (Magenfundus) wie eine Manschette um den Mageneingang gelegt und mit Naht fixiert. Durch die Verengung des Mageneingangs soll sich der Magensäure-Rückfluss in die Speiseröhre (Ösophagus) vermindern.

Die Überlegenheit der Antirefluxchirurgie gegenüber der medikamentösen Therapie mit PPI ist noch umstritten. Fünf-Jahresergebnisse einer Studie aus Schweden (1) zeigte, dass beide Verfahren gleichwertig sind. Vor allem wenn die Dosis der bei der Studie eingesetzten Omeprazol nach Beschwerden flexibel erhöht werden dürfte.

Eine aktuelle Studie aus den USA (2) ging der Frage nach, ob Antirefluxchirurgie postoperativ tatsächlich die Anwendung der Antireflux-Medikamente wie Protonen-Pumpen-Hemmer (z.B. Omeprazol, Pantoprazol) reduziert.

Insgesamt 2406 Patienten, die sich bei den Veterans Affairs Medical Centers in den USA einer Antirefluxchirurgie unterzogen hatten, wurden mindestens ein Jahr und im Mittel 4,5 Jahre lang beobachtet.

Die häufigsten Komplikationen der Operation waren Schluckstörungen (19%) und Speiseröhren-Erweiterung (6%) . Die 30-Tage-Mortalitätsrate der Operation betrug 0,8%.

Während der Beobachtungsphase ca. 50% der Patienten erhielt mindestens 3x Verschreibungen für Antireflux-Medikamente.

Schlussfolgerung der Studie: Diese Ergebnisse aus den Allgemeinkrankenhäusern können wahrscheinlich eher verallgemeinert werden, als die Daten aus spezialisierten Zentren. Die Ergebnisse zeigten, dass der weitere Anwendung der Antireflux-Medikamente nach der Operation sehr häufig der Fall ist. Auch das Auftreten möglicher Komplikationen nach der Antirefluxchirurgie müssen in Betracht gezogen werden. Eine frühere Studie in JAMA (3) hatte 2001 ähnliche Ergebnisse gezeigt.

Weitere Aspekte der Antirefluxchirurgie

Ein weiterer Punkt ist das Häufigkeit des Auftretens von Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs) bei Refluxpatienten. Als eines der wichtigsten Argumente für die chirurgische Behandlung wurde bisher die Prävention von Ösophaguskarzinom angesehen. Mediziner aus Schweden untersuchten in einer retrospektiven Studie (4) das Verhältnis zwischen Antireflux-Chirurgie und Auftreten von Ösophagus-Adenokarzinom über einen Zeitraum von 32 Jahren (1965-1997). Die Autoren kamen bei der Studie zum Schluss, dass auch nach Antireflux-Chirurgie ein weiterhin vorhandenes Risiko für Ösophagus-Adenokarzinom bestehen bleibt.

Fazit: Wenn man alle diese Studienergebnisse zusammenfasst, sollte die Antirefluxchirurgie den Patienten nicht unter der Prämisse empfohlen werden, dass nach der Operation sie keine medikamentöse Antireflux-Therapie brauchen, oder durch die Operation das Risiko für Speiseröhrenkrebs und Barrett-Ösophagus geringer werden würde.

Literatur

  1. Lundell L et al.: Continued (5-year) follow up of a randomized clinical study comparing antireflux surgery and omeprazole in gastroesophageal reflux disease. J Am Coll Surg 2001; 102: 172-181

  2. Dominitz et al: Complications and antireflux medication use after antireflux surgery. Clin Gastroenterol Hepatol. 2006 Mar;4(3):299-305

  3. Spechler et al: Long-term outcome of medical and surgical therapies for gastroesophageal reflux disease: follow-up of a randomized controlled trial. JAMA 2001 May 9;285(18):2331-8

  4. Ye et al: Risk of adenocarcinomas of the esophagus and gastric cardia in patients with gastroesophageal reflux diseases and after antireflux surgery. Gastroenterology 2001 Dec;121(6):1286-93

 

 

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Stand: 25. Mai 2013