Nach
den Endergebnissen des amerikanischen National
Emphysema Treatment Trial (NETT) hilft die
Lungenvolumenreduktion (LVRS) bei Emphysem nicht
immer (1).
In
der weniger invasiven Bronchoskopischen
Lungenvolumenreduktion (BLVR) werden Ventile in
ausgesuchte Bronchien in emphysematösen
Lungenfeldern implantiert. Die Ventile verhindert
den Lufteinstrom in die entsprechenden
Lungenabschnitte und verursachen damit eine
Atelektase dieser Lungenbereiche. Gleichzeitig kann
die bereits eingeatmete Luft trotzdem wieder
ausgeatmet werden.
In
einer multizentrischen Studie bei der
Fachzeitschrift Chest wurden 98 Patienten mit
fortgeschrittenem Emphysem mit der Prozedere
Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion (BLVR)
behandelt. Im Schnitt wurden pro Patient 4 Ventile
eingesetzt.
Nach
90 Tagen konnten kleine aber signifikante
Besserungen der Lungenfunktionsparameter sowie der
Zunahme der 6-Minuten-Gehstrecke festgestellt
werden.
Insgesamt traten 8 gefährliche
Komplikationen, einschliesslich eines Todefalles,
auf.
Fazit:
Die Studie zeigte die Vorteile und Nachteile des
relativ neuen Therapieverfahrens Bronchoskopische
Lungenvolumenreduktion (BLVR). Eine randomisierte
Studie VENT (3) ist bereits geplant, in der BLVR
mit medikamentöser Therapie bei Emphysem-Patienten
verglichen werden wird.