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Procalcitonin-Test
(PCT): ProCT-Test als Marker für Sepsis und Infektionen
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Procalcitonin (PCT): ProCT-Test als Marker für Sepsis und
Infektionen, Biomarker, Akute Bronchitis, Pneumonie, COLD, Asthma, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Hintergrundinformationen,
29.06.2006
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Eigenschaften:
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Procalcitonin
(PCT) ist das Vorstufe des Hormons Calcitonin und
ist normalerweise bei gesunden Menschen im Blut
nicht nachweisbar. Calcitonin wird ausschliesslich
von den C-Zellen der Schilddrüse als Reaktion auf
hormonelle Stimuli gebildet. Dagegen wird
Procalcitonin (PCT) von mehreren Zelltypen und
Organen als Reaktion auf entzündliche Vorgänge,
insbesondere durch bakterielle Substanzen gebildet.
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Anwendung:
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Inzwischen
wird Procalcitonin (PCT/ ProCT-Test) als Biomarker für
Sepsis bei Fällen eingesetzt, bei denen
Sepsis-spezifische Zeichen fehlen.
ProCT-Test
wird zunehmend auch zur Kontrolle des
Therapieerfolges und der Antibiotika-Wirksamkeit
beim Sepsis während des Krankheitsverlaufes
angewendet.
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PCT-Spiegel:
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Bei
gesunden Menschen beträgt die
PCT-Plasmakonzentration weniger als 0,05ng/ml. Bei
Patienten mit Sepsis und septischem Schock können
die PCT-Plasmakonzentrationen bis auf 1000ng/ml
ansteigen.
Normalerweise
werden PCT-Konzentrationen über 0,5mg/ml als
pathologische Werte interpretiert. PCT-Werte
zwischen 0,5mg/dl und 2ng/dl stellen eine
„Grauzone“ dar, in der eine Sepsis nicht mit
Sicherheit diagnostiziert werden kann. In diesen Fällen
wird es empfohlen, die Messung nach 6-24 Stunden
erneut zu wiederholen.
PCT-Spiegel
über 2ng/ml sprechen in hohem Maß für einen
infektiösen Prozeß mit systemischen Auswirkungen.
Konzentrationen über 10ng/mlg finden sich nahezu
ausschließlich bei Patienten mit schwerer Sepsis
oder septischen Schock.
Die
PCT-Spiegel steigen nach einem infektiösem Ereignis
schnell an (innerhalb von 6-12 Stunden).
Die Änderungen des PCT-Plasmaspiegels geben über
den Krankheitsverlauf Informationen, ob z.B. der
Patient mit Sepsis auf die verabreichte Antibiotika
angesprochen hat. Bei erfolgreicher Therapie kehren
die PCT-Werte relativ schnell auf die Normalwerte.
Neben
den bakteriellen Infektionen können systemische
Candida-Pilz-Infektionen zu hohen PCT-Werten führen.
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Anwendung
bei weiteren Infektionen:
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Zur
Zeit werden in Studien überprüft, ob PCT-Tests bei
Atemwegsinfektionen zur Unterscheidung zwischen
viralen und bakteriellen Infektionen eingesetzt
werden können. Falls die Untersuchungen zeigen
sollten, dass PCT-Tests zuverlässig bakterielle
Atemwegsinfektionen ausschliessen können, würde
der Test dazu beitragen, die unnötigen
Antibiotika-Verschreibungen bei dieser Indikation zu
vermindern.
PCT-Tests
sollen sich nach derzeitigem Kenntnisstand für die
Diagnostik der lokalen Infektionen nicht eignen.
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Aktuell
verfügbare Methoden:
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Von
der Firma Brahms
werden derzeit quantitative Assays (PCTsensitive
Kryptor) sowie semiquantitative Schnelltests (PCT-Q)
angeboten.
Quelle:
Broschüre der Firma Brahms
über ProCT.
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ÄZ-Berichte
über Studien: PCT-Test hilft
Antibiotika-Therapie bei Patienten mit Pneumonie (1)
und COPD (2) zu verkürzen
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1-
Test
hilft, Antibiotika-Therapie zu verkürzen
"Wird
die Behandlung von Patienten mit Pneumonie in der
Klinik mit dem Verlauf des Sepsismarkers
Procalcitonin kontrolliert, kann die
durchschnittliche Dauer der Antibiotika-Therapie von
13 auf sechs Tage reduziert werden. Das hat eine
Studie ergeben...
In
eine randomisiert-kontrollierte Studie wurden 302
Patienten aufgenommen, die mit einer Pneumonie in
die Notaufnahme der Universität Basel kamen. In der
Studie hat Müller untersucht, ob anhand des
Sepsis-Markers Procalcitonin (ProCT) entschieden
werden kann, wann eine Antibiotikatherapie beendet
werden sollte. Die Studie ist im "American
Journal of Respiratory and Critical Care Medicine"
online vorab veröffentlicht worden..." Mehr
in der Ärztezeitung...
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2-
Procalcitonin-Test:
Bluttest hilft, bei COPD Antibiotika zu sparen,
14.05.2007
"Hat
ein COPD-Patient mit Exazerbation einen bakteriellen
Infekt und braucht er deshalb ein Antibiotikum? Mit
einem Bluttest auf Procalcitonin (PCT) lässt sich
das präziser als bisher feststellen. So lassen sich
Antibiotika einsparen..."
Siehe
auch: Neue
Tests ermöglichen eine gezielte Antibiose - das
hilft Arzneimittel zu sparen und beugt Resistenzen
vor
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