Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

 

Thrombin-Messung: Neuer Test zur Beurteilung des venösen Thromboembolie-Rezidiv-Risikos

Schlüsselwörter: Thrombin-Generation, Rezidiv, VTE, venöse Thromboembolien, Thrombose, Neigung, Thrombophilie, Diagnostik, APC-Resistenz, Phlebothrombose, Thromboembolie, Risiko, Faktor-V-Leiden-Mutation (APC-Resistenz), Protein-C- und Protein-S-Mangel, Thrombophiliescreening, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Manche Patienten mit venösen Thromboembolien (VTE) entwickeln Rezidive (Wiederauftreten). Auf der anderen Seite ist die Langzeit-Antikoagulation zur Prävention der Thromboembolie-Rezidive mit einem Blutungsrisiko assoziert. 

Daher werden Patienten mit VTE´s zunehmend einer klinischen Risikostrafizierung und Thrombophiliescreening (1) unterzogen. Da derzeit mehrere Risikofaktoren bekannt sind, sind die Untersuchungen relativ aufwendig. Eine einzige Methode zur Beurteilung des Thrombophilierisikos wäre von großem Vorteil.

Eine Studie aus Wien (1) untersuchte daher den Stellenwert der einmaligen Thrombin-Generation-Messung (eine wichtige Etappe bei der Thrombose-Entstehung) bei 914 Patienten, die aktuell eine Anti-Koagulation-Therapie mit einem Vitamin-K-Antagonist (in Deutschland oft Marcumar) für die erste Episode einer venösen Thromboembolie abgeschlossen hatten. Einer der Autoren ist Mitarbeiter desUnternehmens Technoclone, die die "Assay-Kit" für die Thrombin-Bluttest (Immunfluoreszenz-Test) herstellt. 

Patienten mit Lupus-Antikörper oder Koagulationsfaktor-Defizienzen, wie Protein-C- und Protein-S-Mangel, Krebserkrankung sowie Schwangerschaft wurden von der Studie ausgeschlossen. 

Insgesamt 47 Monate lang wurden die Patienten beobachtet. VTE-Rezidive traten bei 100 Patienten auf. Bei Patienten mit Thrombin-Generation-Werten unter 400nM lag Rezidiv-Risiko um 6,5%; bei Werten über 400nM betrug das Risiko hingegen 20%.

Patienten mit Werten unter 400 nM, die Zwei Drittel der Patienten bildeten, hatten 60% niedrigeres Relativrisiko für VTE-Rezidive als diejenigen mit Werten über 400nM (RR, 0.40; 95% CI, 0.27-0.60; P<.001).

Fazit: Thrombin-Generation-Messung kann dazu beitragen, Patienten mit einem niedrigen Rezidivrisiko für venöse Thromboembolien (VTE) zu identifizieren. Somit kann der Test eine Hilfestellung bei der Entscheidung für oder gegen eine Langzeit-Koagulation geben. Der für diese Studie verwendete "Assay-Kit" würde noch nicht routinemäßig in der klinischen Praxis angewendet werden. 

  1. Hron G et al. Identification of patients at low risk for recurrent venous thromboembolism by measuring thrombin generation. JAMA 2006 Jul 26; 296:397-402.

  2. Thrombose-Neigung: Thrombophilie-Diagnostik (APC-Resistenz und weitere Risikofaktoren)

  3. Einfacher Bluttest klärt Rezidiv-Risiko nach Thrombosen, ÄZ: "..Der Test solle vier bis fünf Wochen nach Ende der Antikoagulation erfolgen. Kyrle: "Bei Thrombin-Werten unter 400 nMol ist das Thromboembolie-Risiko so klein, daß eine weitere Antikoagulation wegen des Blutungsrisikos nicht sinnvoll erscheint." Bei höheren Werten sollten - abhängig von weiteren Risiken wie Gerinnungsstörungen - Spezialisten klären, ob die Therapie fortzusetzen ist...Der Immunfluoreszenz-Test vom Unternehmen Technoclone wird bisher nicht von den Kassen bezahlt Er kann als IGeL angeboten werden und kostet 20 bis 30 Euro...“

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013