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Thrombin-Messung:
Neuer Test zur Beurteilung des venösen Thromboembolie-Rezidiv-Risikos
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Thrombin-Generation, Rezidiv, VTE, venöse Thromboembolien,
Thrombose, Neigung, Thrombophilie, Diagnostik, APC-Resistenz,
Phlebothrombose, Thromboembolie, Risiko, Faktor-V-Leiden-Mutation (APC-Resistenz),
Protein-C- und Protein-S-Mangel, Thrombophiliescreening, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Manche
Patienten mit venösen Thromboembolien (VTE)
entwickeln Rezidive (Wiederauftreten). Auf der
anderen Seite ist die Langzeit-Antikoagulation zur
Prävention der Thromboembolie-Rezidive mit einem
Blutungsrisiko assoziert.
Daher
werden Patienten mit VTE´s zunehmend einer
klinischen Risikostrafizierung und Thrombophiliescreening
(1) unterzogen. Da derzeit
mehrere Risikofaktoren bekannt sind, sind die
Untersuchungen relativ aufwendig. Eine einzige
Methode zur Beurteilung des Thrombophilierisikos
wäre von großem Vorteil.
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Eine
Studie aus Wien (1) untersuchte daher den
Stellenwert der einmaligen Thrombin-Generation-Messung
(eine wichtige Etappe bei der
Thrombose-Entstehung) bei 914 Patienten, die aktuell
eine Anti-Koagulation-Therapie mit einem
Vitamin-K-Antagonist (in Deutschland oft Marcumar)
für die erste Episode einer venösen Thromboembolie
abgeschlossen hatten. Einer der Autoren ist Mitarbeiter
desUnternehmens Technoclone, die die "Assay-Kit"
für die Thrombin-Bluttest (Immunfluoreszenz-Test) herstellt.
Patienten
mit Lupus-Antikörper oder Koagulationsfaktor-Defizienzen,
wie Protein-C- und Protein-S-Mangel, Krebserkrankung
sowie Schwangerschaft wurden von der Studie
ausgeschlossen.
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Insgesamt
47 Monate lang wurden die Patienten beobachtet.
VTE-Rezidive traten bei 100 Patienten auf. Bei
Patienten mit Thrombin-Generation-Werten unter 400nM
lag Rezidiv-Risiko um 6,5%; bei Werten über 400nM
betrug das Risiko hingegen 20%.
Patienten
mit Werten unter 400 nM, die Zwei Drittel der
Patienten bildeten, hatten 60% niedrigeres
Relativrisiko für VTE-Rezidive als diejenigen mit
Werten über 400nM (RR, 0.40; 95% CI, 0.27-0.60;
P<.001).
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Fazit:
Thrombin-Generation-Messung kann dazu beitragen,
Patienten mit einem niedrigen Rezidivrisiko für
venöse Thromboembolien (VTE) zu identifizieren.
Somit kann der Test eine Hilfestellung bei der
Entscheidung für oder gegen eine
Langzeit-Koagulation geben. Der für diese Studie
verwendete "Assay-Kit" würde noch nicht routinemäßig
in der klinischen Praxis angewendet werden.
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Hron
G et al. Identification of patients at low risk
for recurrent venous thromboembolism by
measuring thrombin generation. JAMA 2006 Jul 26;
296:397-402.
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Thrombose-Neigung:
Thrombophilie-Diagnostik (APC-Resistenz und
weitere Risikofaktoren)
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Einfacher
Bluttest klärt Rezidiv-Risiko nach Thrombosen,
ÄZ: "..Der Test solle vier bis fünf
Wochen nach Ende der Antikoagulation erfolgen.
Kyrle: "Bei Thrombin-Werten unter 400 nMol
ist das Thromboembolie-Risiko so klein, daß
eine weitere Antikoagulation wegen des
Blutungsrisikos nicht sinnvoll erscheint."
Bei höheren Werten sollten - abhängig von
weiteren Risiken wie Gerinnungsstörungen -
Spezialisten klären, ob die Therapie
fortzusetzen ist...Der Immunfluoreszenz-Test vom
Unternehmen Technoclone wird bisher nicht von
den Kassen bezahlt Er kann als IGeL angeboten
werden und kostet 20 bis 30 Euro...“
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