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Aktuelle
Studie: Magenkrebs-Prävention durch Eradikationstherapie bei
Helicobacter Pylori?, 2006
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| Schlüsselwörter:
Magenkrebs-Prävention, Vorsorge, Eradikationstherapie, Helicobacter
Pylori, HP, Magenkarzinom, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Mehrere
Arbeiten deuten darauf hin, dass der Keim
Helicobacter pylori Magenkrebs auslösen kann, und
somit ein Risikofaktor für die
Magenkrebs-Entstehung ist. Auf diesem Hintergrund
wird es dazu geraten, aus krebspräventiven
Gründen, Helicobacter pylori bei infizierten
Patienten zu eradieren. Die Wirkung einer
Eradikationstherapie als Magenkrebs-Prävalenz
jedoch noch umstritten. (1)
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Eine
grosse randomisierte Studie (2) aus China untersuchte
die Wirkung von mehreren Interventionen, darunter
H-Pylori-Eradikation, auf das Prävalenz und
Progression von präkanzerösen Magenläsionen.
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Insgesamt
3365 Erwachsene mit HP-positiver Serologie waren in
die Studie aufgenommen. Bei der Initialen
Gastroskopie gab es fast bei allen Teilnehmern
histologische Veränderungen der Magenschleimhaut,
von Gastritis bis schwere Dysplasien.
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Die
Patienten wurden in einer 2x2x2-Studiendesign für
eine HP-Eradikationstherapie (Amoxicillin und
Omeprazol für 2 Wochen) oder Placebo, für
Knoblauch-Pillen oder Placebo, für
Supplement-Therapie (Vit. C, Vit.B und Selenium)
oder Placebo randomisiert.
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Nach
7 Jahren wurden in der HP-Eradikationsgruppe eine
geringere Progression der pathologischen
Histologiebefunde festgestellt, als in anderen
Gruppen. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe haben sich
die fortgeschrittenen Metaplasien in der
HP-Eradikationsgruppe in geringradig bis
mittelmäßig ausgeprägte atrophische Gastritis
entwickelt. In der HP-Eradikationsgruppe wurden
insgesamt weniger Magenkrebs als in der
Placebo-Gruppe diagnostiziert, der Unterschied war
jedoch nicht signifikant (19 vs. 27 Fälle).
Nahrungsergänzungstherapie mit Vitaminen und
Knoblauch-Pillen hatten keinen Einfluß auf die
Verläufe.
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Fazit:
Die Studie zeigt, dass HP-Eradikationsgruppe
zumindest die präkanzerösen Veränderungen der
Magenschleimhaut zumindest in der chinesischen
Bevölkerung verzögert.
Ein
eindeutiger Beweis, dass HP-Eradikationsgruppe die Entstehung
vom Magenkrebs verhindert, konnte die Studie jedoch
nicht erbringen.
Medknowledge-Anmerkung:
Es wird in Fachkreisen derzeit diskutiert, ob aus
krebspräventiven Gründen, Helicobacter pylori bei
infizierten Patienten eradiert werden soll. Die
Beweislage ist zur Zeit dafür indes nicht
eindeutig.
Die
HP-Infektionsraten ist bei der Bevölkerung in
Deutschland relativ hoch. Vor einer generellen
Eradikationstherapie-Empfehlung zur
Magenkrebsprävention bei HP-positiven Patienten,
die lediglich unspezifische Magenbeschwerden mit
unauffälligem Gastroskopiebefund (wie bei relativ
häufiger Dyspepsie) aufweisen, sollten härtere
Daten für diese Indikation vorliegen. Zumal die
medikamentöse Eradikationstherapie mit Antibiotika unerwünschte
Reaktionen hervorrufen kann.
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Magenkarzinom:
H.pylori-Eradikation ohne Wirkung?
-
You
W C et al: Randomized double-blind factorial
trial of three treatments to reduce the
prevalence of precancerous gastric lesions J
Natl Cancer Inst. 2006 Jul 19;98(14):974-83.
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