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Antiarrythmika zur Aufrechterhaltung vom Sinusrhytmus nach Kardioversion von Vorhofflimmern, Metaanalyse 2006

Schlüsselwörter: Antiarrythmika, Sinusrhytmus, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Absolute Arrhythmie, Chinidin, Freqeunzkontrolle, Ryhtmuskontrolle, Ryhtmusierung, Kardioversion, Herzfrequenz, Sotalol, Amiodaron und Beta-Blocker, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Bei Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern (AF: Atrial Fibrillation) gibt es zwei Therapie-Möglichkeiten: Kardioversion und anschließend Antiarrhytmika zur Sinusrhytmus-Aufrechterhaltung oder medikamentöse Herzfrequenzkontrolle. Die medikamentöse Einstellung der Herzfrequenz bei Vorhofflimmern galt als eine weitere Therapieoption nach erfolglosen Kardioversionsversuchen.

In den letzten Jahren gab es Studien (1), die gezeigt hatten, dass die rhythmusorientierte Therapie bei der Behandlung der älteren Patienten mit Vorhofflimmern gegenüber der frequenzorientierten Therapie keine Vorteile im Bezug auf Morbidität und Mortalität bietet. Daher wird der Frequenzkontrolle (Normalisierung der Herzfrequenz mit Beta-Blocker, Ca2+-Antagonisten und Digitalis oder Kombinationstherapie) immer häufiger den Vorzug gegeben. Über die Antikoagulation wird bei dieser Patientengruppe anhand der vorhandenen Risikofaktoren entschieden.

Jetzt ist eine Metaanalyse in Archives of Internal Medicine erschienen, die die Wirksamkeit und Nebenwirkungen der verschiedenen Antiarrythmika zur Aufrechterhaltung des Sinusryhtmus nach Kardioversion bei Vorhofflimmern untersucht.

Ingesamt 44 randomisierte Studien mit 11.322 Patienten wurden analysiert.
Mehrere Klasse IA- Antiarrythmika wie Chinidin (Chinidin Duriles®), Disopyramid (Rythmodul®), und Klasse IC- Antiarrythmika wie Flecainid (Tambocor®), Propafenon (Rythmonorm®), und Klasse-III- Antiarrythmika wie Amiodaron (Cordarex®), Sotalol (Sotalex®) haben die Widerauftrittrate von Vorhofflimmern reduziert. Diese Therapie mit diesen Medikamenten müssten jedoch häufig wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden.

Außer Amiodaron (Cordarex®) und Propafenon (Rythmonorm®) führten alle anderen Antiarrythmika zu Proarrhythmien. Klasse-IA-Medikamente, wie Chinidin (Chinidin Duriles®), Disopyramid (Rythmodul®), waren mit erhöhter Mortalität assoziiert. Andere Antiarrythmika hatten auf die Mortalität keinen Effekt.

Fazit: Die Autoren schlussfolgern, dass Klasse-IA, -IC und -III Antiarrythmika zur Sinusrhytmus-Aufrechterhaltung nach Kardioversion von Vorhofflimmern wirksam sind. Die Therapie darunter muss jedoch häufig wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden. Unter Klasse-IA-Medikamenten wie Chinidin (Chinidin Duriles®), Disopyramid (Rythmodul®) kommt es zu einer erhöhten Mortalität, während die Antiarrythmika der anderen Klassen auf die Mortalität keinen Einfluss, weder positiv noch negativ, haben.

Wenn eine Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern angestrebt wird, sollte nach der derzeitigen Datenlage Amiodaron (Cordarex®) verabreicht werden.

Insgesamt sprechen die Daten dieser Metaanalyse nicht unbedingt für Antiarrythmika zur Rhythmuskontrolle, und unterstützen eher den derzeitigen Trend zur Frequenzkontrolle bei Vorhofflimern. 

  1. Vorhofflimmern - Absolute Arrhythmie: Frequenzkontrolle oder Ryhtmuskontrolle?

  2. Lafuente et al: Antiarrhythmic drugs for maintaining sinus rhythm after cardioversion of atrial fibrillation: a systematic review of randomized controlled trials. Arch Intern Med. 2006 Apr;166(7):719-28

  3. Antiarrhythmika-Klassen

 

 

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Stand: 25. Mai 2013