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Dünndarm-Diagnostik:
Push-Enteroskopie (PE) vs. Doppelballonenteroskopie (PPE) bei
Patienten mit V.a. gastrointestinale Blutung, 2006
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Push-Enteroskopie
(PE): partielle endoskopische Untersuchung des Dünndarms
Doppelballonenteroskopie
(PPE: Push-and-Pull-Enteroskopie):
komplette endoskopische Untersuchung des Dünndarms. Der Enteroskop
wird durch ein Doppel-Ballon-Katheter mittels abwechselndes
Aufblasens vorgeschoben und gezogen |
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Das
Vorgehen bei Patienten mit Verdacht auf mittlere
gastrointestinale Blutung war in der Vergangenheit
schwierig, da die Push-Enteroscopy (PE: partielle
endoskopische Untersuchung des Dünndarms) lediglich
einen begrenzten endoskopischen Zugang für
Diagnose und Therapie erlaubt und die radiologischen
Dünndarm-Untersuchungen keine hohe Sensitivität
bei der Diagnostik der Dünndarmblutungen aufweisen.
Kürzlich veröffentlichte Daten über die Push-and
Pull-Enteroskopie (PPE) in Doppelballontechnik legen
nahe, dass diese neue Methode eine hohe
diagnostische Ausbeute und therapeutische Effizienz
besitzt.
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Die
prospektive kontrollierte Studie im „American
Journal of Gastroenterology“ vergleicht die PPE
mit der PE, die sonst den üblichen nicht-
chirurgischen Goldstandard darstellt. Dafür wurden
die diagnostische Ausbeute, die Komplikationen und
verschiedene Untersuchungsparameter bei 52 Patienten
mit Verdacht auf mittlere gastrointestinale Blutung,
die mit beiden Enteroskopiemethoden untersucht
wurden, verglichen.
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Bei
beiden Methoden wurden keine relevanten
Komplikationen beobachtet. Sedoanalgesie,
Untersuchungszeiten und die Röntgendurchleuchtungszeit
waren bei der PE niedriger. Die Eindringtiefe war
signifikant größer bei der PPE als bei der PE (230
cm versus 80 cm). Die diagnostische Gesamtausbeute
der PPE (38 von 52 Patienten, 73%) und die
Ergebnisse der oralen PPE (33 von 52
Patienten, 63%) waren denen der PE überlegen (23
von 52 Patienten, 44%). Die PPE konnte zusätzliche
Läsionen in tieferen Dünndarmsabschnitten bei
PE-positiven Patienten nachweisen (18 von 2
Patienten).
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Fazit:
Bezüglich der Länge des einzusehenden Dünndarmanteils
und der diagnostischen Ausbeute ist die PPE (Doppelballonenteroskopie)
der PE bei Patienten mit Verdacht auf mittlere
gastrointestinale Blutung überlegen.
Da
die Methode außerdem eine interventionelle
endoskopische Therapie erlaubt, sollte die PPE bei
Patienten mit mittlerer gastrointestinaler Blutung
immer in Betracht gezogen werden, bevor offen
chirurgisch vorgegangen und eine intraoperative
Endoskopie durchgeführt wird.
In
Deutschland wird auch inzwischen in mehreren
gastroenterologischen Zentren PPE (Doppelballonenteroskopie)
angeboten.
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Schlüsselwörter:
Push-and-Pull-Enteroskopie, PPE, Dünndarm, Blutungen, Tumor,
Push-Enteroskopie, PE, PPE, Doppelballonenteroskopie,
Sellink-Röntgen-Untersuchung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.
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