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Ischias-Schmerzen: Gibt es das Musculus piriformis-Syndrom wirklich?, 2006

Schlüsselwörter: Nervus Ischiadicus, MR-Neurografie, Ischiasnerv, Ischias-Schmerzen, Musculus piriformis-Syndrom, Hexenschuss, Ischialgie, Lumbo-Ischialgie, Magnetresonanztomographie-Neurographie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 
Ischialgie-Definition: Schmerzen, die vom Rücken über das Gesäß in ein Bein ausstrahlen.

Ischiasschmerzen sind eine der häufigsten Beschwerden in der westlichen Welt. Auch wenn man davon ausgeht, dass sie häufig durch Bandscheiben-Veränderungen im Lenden- und Sakralwirbel bedingt sind, zeigen die Lumbosakrale-Magnetresonanztomographie (MRI) oft einen unauffälligen Befund. 

Ischiasschmerzen ohne einen Hinweis auf einen lumbosakralen (Lenden-Kreuzbein-Abschnitt) Kompression des Ischiasnervs wird oft mit dem Musculus piriformis-Syndrom erklärt. Eine Studie in in Archives of Neurology überprüfte diese Annahme (1).

Musculus piriformis (im kleinen Becken tief liegender birnenförmiger Gesäßmuskel) entspringt von der Innenseite des Beckens und verläuft zu dessen Außenseite und zum Oberschenkel. Ischiasnerv verläuft in Richtung Oberschenkel unterhalb des Musculus piriformis. Durch verschiedene Mechanismen (Spasmus, Verkürzung des Muskels) kann Musculus piriformis theoretisch auf den Ischiasnerv drücken und Schmerzen entlang des Ischiasnerv-Ausbreitungsgebietes verursachen (praktisch wie bei einem Bandscheibenvorfall). Diese Annahmen, Veränderungen des Musculus piriformis als eine mögliche Ursache der  Ischiasschmerzen, sind jedoch umstritten, und konnten bisher nicht eindeutig bewiesen werden.

In einer Studie in Archives of Neurology wurden insgesamt 14 Patienten aufgenommen. Alle Patienten hatten Ischiasschmerzen und negativem lumbosakralen MRI-Befund. 6 von 14 Patienten wiesen darüber hinaus leichte Schwäche der Dorsalflexion (Beugung) des betroffenen Fußgelenks und der Großzeh auf.

Alle 14 Patienten wurden mittels Magnetresonanztomographie-Neurographie( (MR neurography), mit der die krankhaften Veränderungen der peripheren Nerven diagnostiziert werden können, untersucht. MR-Neurographie zeigte bei 12 Patienten abnormale Veränderungen des ipsilateralen Ischiasnervs unterhalb vom Musculus piriformis.

Insgesamt 4 Patienten wurden einer operative Dekompression des Ischiasnervs unterzogen, Drei der Patienten gaben postoperativ fast vollständige Besserung der Schmerzen an.

Fazit: Diese Studie zeigt, dass es Musculus piriformis-Syndrom wirklich gibt, und es ein klinisches Syndrom ist. Anscheinend kann MR-Neurographie die Patienten mit der Kompression des Ischiasnervs durch  den birnenförmigen Gesäßmuskel oft identifizieren.

In dieser kleinen Studie wurden insgesamt vier Patienten einer operativen Entlastung unterzogen. Eine Vergleichsstudie zwischen der operativen und nicht-operativen Methoden bei Musculus piriformis-Syndrom würde weitere Klarheit über die Vorgehensweise bei diesem Krankheitsbild bringen.

  1. Lewis AM et al. Magnetic resonance neurography in extraspinal sciatica. Arch Neurol 2006 Oct; 63:1469-72.

  2. Das Musculus piriformis-Syndrom und Gymnastik Verfahren

 

 

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Stand: 25. Mai 2013