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Aspirin
und Co.: Antithrombotische Monotherapie/Kombinationstherapie und das
Risiko für schwere obere gastrointestinale Blutungen, 2006
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| Schlüsselwörter:
Antikoagulation, ASS, Aspirin, Clopidogrel, Plavix,
Dipyridamol, Vitamin K-Ulkus, Magenblutung, Darmblutung,
Antagonisten, Marcumar, Blutung, Magenulkus, Antithrombotische
Monotherapie, Kombinationstherapie, schwere obere
gastrointestinale Blutungen, Geschwür, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Obwohl
Aspirin (ASS) die wichtigste Therapiesäule der
antithrombotischen Therapie (wie bei KHK,
Schlaganfall usw.) weiterhin ist, werden
verschiedene antithrombotische Medikamente zunehmend
kombiniert (wie Aspirin plus Clopidogrel (Plavix®)
bei Medikamenten-Stent-Patienten). Die Daten zur
Sicherheit der Kombinationstherapie ist jedoch
relativ gering.
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Die
Bevölkerungsbezogene Fallkontrollstudie im British
Medical Journal untersuchte das Risiko für eine
schwere obere gastrointestinale Blutung
(Magen-Darm-Trakt-Blutung) in Verbindung mit neueren
antithrombotischen Mono- bzw. Kombinationstherapien
bei 470 000 Personen aus Funen in Dänemark und
beschreibt die Trends beim Einsatz der
antithrombotischen Medikamente bei der Allgemeinbevölkerung.
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Das
Hauptziel der Studie war die Untersuchung der
Auswirkung von niedrig dosiertem Aspirin,
Clopidogrel (Plavix®), Dipyridamol (Persantin®),
Vitamin K-Antagonisten (wie Marcumar®) und der
Kombinationstherapien
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Ergebnisse:
Zwischen 2000 und 2004 traten 1443 Fälle von
schweren oberen gastrointestinalen Blutungen auf.
Die nach Alter und Geschlecht angepasste
Kontrollgruppe umfasste 57720 Personen.
Während
der Studienzeit stieg die Häufigkeit der Anwendung
einer Kombinationstherapie um 425% bei der
Allgemeinbevölkerung.
Odds
Ratios, die den Einsatz eines Wirkstoffs mit einer
oberen gastrointestinalen Blutung assoziierten,
betrugen für niedrig dosiertes Aspirin 1,8; für
Clopidogrel 1,1; für Dipyridamol 1,9; und für
Vitamin K-Antagonisten 1,8.
Die
korrespondierenden Zahlen für den kombinierten
Einsatz betrugen für Clopidogrel und Aspirin 7,4; für
Vitamin K-Antagonisten und Aspirin 5,3; und für
Dipyridamol und Aspirin 2,3 (Anmerkung: Je höher
das Odds Ratio, desto höher das Blutungsrisiko).
Andere
Kombinationen wurden für eine Einschätzung zu
selten eingesetzt. Die Behandlungsjahre nach denen
eine zusätzliche Blutung auftrat, betrug 124 für
die Clopidogrel-Aspirin-Kombination bis 8800 für
Clopidogrel alleine.
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Fazit:
Die antithrombotische Therapie wird zunehmend
aggressiv. Die Kombinationstherapie birgt ein
besonderes Risiko und ist mit einer hohen Inzidenz
an gastrointestinalen Blutungen assoziiert.
Daher
sollten die antithrombotische Kombinationstherapien
so kurz wie möglich durchgeführt, und an
Magenschutz gedacht werden.
Es
ist jedoch hervorzuheben, dass diese Studie die
Nachteile und nicht die Vorteile einer
antithrombotische Therapie untersucht hatte.
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