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Kardiovaskuläre
Tests zur Risikoeinschätzung vor großen Operationen sinnvoll?,
2006
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Herzinfarkt, Beta-Blocker, Metoprolol, Belastungs-Test, EKG,
Ischämie, Durchblutungsstörung, Operation, Kardiovaskuläre
Risikoeinschätzung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Patienten
mit kardiovaskulären Risikofaktoren werden vor
grossen gefäßchirurgischen Eingriffen häufig
einem kardiovaskulären Test zur Risikoeinschätzung
unterzogen.
Eine
aktuelle Studie (1) in Journal of theAmerican
College Cardiology untersuchte den Stellenwert
dieser kardiovaskulären Tests bei Patienten, die
perioperativ Beta-Blocker zur Kontrolle der
Herzfrequenz erhalten.
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Hintergrund:
Behandlungsleitlinien von American College of
Cardiology/American Heart Association empfehlen
kardiovaskulären Tests vor grossen Gefäßoperationen,
um Patienten mit erhöhtem Risiko zu identifizieren.
Diese Vorgehensweise kann die Operation verzögern,
selbst dann, wenn die Test-Ergebnisse klinisch nicht
relevant sind und die Beta-Blocker an sich die
Herzfreqeunz perioperativ gut kontrollieren, und
somit das Herz schützen. Weiterhin sind die
Vorteile einer Revaskularization bei
Hoch-Risiko-Patienten noch unklar.
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Methodik
der Studie: Von den insgesamt 1476
Patienten wurden 770 Patienten mit ein oder zwei
Risikofaktoren entweder für einen Belastungs-Test (Belastungs-EKG?)
oder für keinen Test randomisiert. Alle Patienten
erhielten Beta-Blocker. Wenn der Test Ischämien
(Durchblutungsstörung des Herzens) zeigte, wurde
Beta-Blocker-Dosis so angepasst, dass die
Herzfreqeunz unter dem Ischämie-Schwellenwert
blieb. Falls schwere Ischämien nachweisbar, wurde
auch eine Revaskularisation (Bypass, PCI) in
Betracht gezogen.
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Ergebnisse:
In der Test-Gruppe hatten 74% der Patienten keine,
17% limitierte und 9% schwere Ischämie-Zeichen.
12 der 34 Patienten mit schweren Ischämien wurden
einer präoperativen Revaskularisation unterzogen.
Nach
30 Tagen waren die primären Endpunkte der Studie
(Mortalität, Herzinfarkt) waren in beiden
Studien-Armen (Test-Gruppe 1,8% / Kein-Test-Gruppe
2,3%) ähnlich.
Die
Patienten in der Kein-Test-Gruppe wurden insgesamt 3
Wochen früher operiert. Unabhängig von der
verfolgten Strategie hatten Patienten mit einer
Herzfrequenz HR <65/min. insgesamt niedriges
Risiko als der Rest der Patienten
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Fazit:
Die Autoren empfehlen die Autoren, bei Patienten mit
mittlerem Risiko präoperative kardiovaskuläre
Tests zu unterlassen. Die Ergebnisse zeigten keinen
Vorteil der präoperativen kardiovaskulären
Risikoeinschätzung..
Die
Resultate unterstützen insgesamt perioperative
Beta-Blocker-Gabe zur Herzfrequenz-Senkung. Selbst
diese Indikation ist jedoch derzeit nicht
unumstritten: Zwei Studien (2,3) zum Thema
zeigten 2006 insgesamt keine Wirksamkeit der
perioperativen Beta-Blocker-Therapie.
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Poldermans
D et al. Should major vascular surgery be
delayed because of preoperative testing in
intermediate-risk patients receiving
beta-blocker therapy with tight heart rate
control? J Am Coll Cardiol 2006 Sep 5; 48:964-9.
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Juul
AB et al. Effect of perioperative ß blockade in
patients with diabetes undergoing major
non-cardiac surgery: Randomised placebo
controlled, blinded multicentre trial. BMJ 2006
Jun 24; 332:1482-5.
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Yang
H et al. The effects of perioperative ß-blockade:
Results of the Metoprolol after Vascular Surgery
(MaVS) study, a randomized controlled trial. Am
Heart J 2006 Nov; 152:983-90.
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