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Kortison-Mangel: Metyrapon-Test bei adrenaler Insuffizienz bei Sepsis, 2007

Schlüsselwörter: Kortisol, Glukokortikoide, Metyrapon-Test, Kortison, Adrenale Insuffizienz, Sepsis, Nebenniere, funktion, cosyntropin stimulation Test, Hypopyhsär-Adrenale-Achse, HPA-Achse, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

In Belastungs-Situationen wie Operationen schüttet der Körper das 2-5fache der Kortison-Tagesdosis aus. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Sepsis auch eine relative adrenale Insuffizienz entwickeln können. Das bedeutet, die Nebennieren sind nicht in der Lage der Belastung entprechende Kortison-Mengen zu produzieren. Für die Diagnose wird häufig ein ACTH-Test (Synacthen-Test) durchgeführt (Serum-Kortisol-Bestimmung vor und nach ACTH-Gabe). ACTH-Test jedoch erfasst lediglich die Nebennierenfunktion und nicht die gesamte Hypothalamisch- Hypophysär-Adrenale-Achse (HPA-Achse). Dafür eignet sich der Metyrapon-Test.

Metyrapon hemmt die 11-beta hydroxylase in der Nebennierenrinde und damit können nur die schwach wirksame Glukokortikoid-Vorstufen gebildet werden. über den Feedback-Mechnanismen zwischen Gehirn und Nebennierenrinde kommt es zu einer vermehrten ACTH-Freisetzung an der Hypophyse und damit zu einer Erhöhung der Kortisol-Produktion in der Nebennierenrinde (NNR).

In einer Studie aus Frankreich (1) setzten die Mediziner eine Einmaldosis-Metyrapone-Test um die gesamte HPA-Achse zu beurteilen. Das Ziel war, die diagnostische Wertigkeit vom ACTH-Test zu evaluieren, und die Häufigkeit der sepsis-assozierten adrenalen Insuffienz zu untersuchen.

Methodik: Metyrapon-Test und ACTH-Test wurden dann bei 101- Patienten auf der Intensivstation mit Sepsis eingesetzt.  Als Kontrolle dienten 44 Intensiv-Patienten ohne Sepsis, und 32 Gesunde-Probanden.

Ergebnisse: Adrenale Insuffizienz wurde bei 60% der Sepsis-Patienten, und bei 7% der Nicht-Sepsis-Patienten und bei keinem der Probanden diagnostiziert.  Hypothalamisch-Hypopyhsäre-Dysfunktion verursachte bei ¾ der Fälle die Adrenale Insuffizienz.

Wenn man Metyrapon-Test als diagnostische Gold-Standard nimmt, lässt sich über die Genauigkeit des ACTH-Tests folgendes feststellen: Adrenale Insuffizienz wurde bestätigt, wenn der Basal-Kortisol-Spiegel  ≤10 µg/dL betrug, oder es nach ACTH-Stimulation zu einem zusätzlichem Kortisol-Anstieg weniger als <9 µg/dL kam. Adrenale Insuffizienz wurde aber ausgeschlossen, wenn Kortisol-Spiegel nach ACTH-Stimulation  ≥44 µg/dL betrug, oder es nach Stimulation zu einem Anstieg um  ≥ 16.8 µg/dL kam. Werte zwischen diesen Bereichen waren nicht diagnostisch.

Fazit: In Sepsis kommt adrenale Insuffienz relativ häufig vor. Die Ursache liegt in der Mehrzahl der Fälle anscheinend an der  Hypothalamisch-Hypopyhsären-Dysfunktion. Die Ergebnisse dieser Studie ist hilfreich, die Resultate vom ACTH-Test zur Diagnose einer adrenalen Insuffienz bei Sepsis-Patienten zu interpretieren.

Eine laufende Studie (2) untersucht die nächste wichtige Fragestellung, ob Sepsis-Patienten mit adrenaler Insuffienz von einer Kortison-Therapie profitieren würden. 

  1. Annane D et al. Diagnosis of adrenal insufficiency in severe sepsis and septic shock. Am J Respir Crit Care Med 2006 Dec 15; 174:1319-26

  2. Corticosteroid Therapy of Septic Shock – Corticus

 

 

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Stand: 25. Mai 2013