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Diagnostik
der ZNS-Krankheiten: Wie hilfreich sind die Virus-Kulturen nach
Liquor-Punktion?, 2006
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| Schlüsselwörter:
Meningitis, Bakterien, Viren, Enzephalitis, virale Krankheiten,
Herpes, PCR-Test, Virus-Kultur, Zentralen-Nerven-System, CSF,
Gehirn, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Bei
der Diagnostik der Krankheiten des
Zentralen-Nerven-Systems gehören Virus-Kulturen
nach Liquor-Punktion vielerorts zum
Standard-Programm, um Virale ZNS-Krankheiten zu
diagnostizieren. Inzwischen jedoch verdrängen
PCR-Tests, die sich immer mehr als schnelle und
genaue Methode etabliert haben, die viralen
Kulturen. Eine Studie ging der Frage nach, wie
weit es heute Sinn macht, virale Kulturen nach
Liquor-Punktion anzuwenden.
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Forscher
aus einem Referenz-Labor in den USA durchsichteten
insgesamt 22,394 Virus-Kulturen der zerebrospinalen
Flüssigkeit, die zwischen 1994 und 2005 angelegt
wurden. Bei ca. 5% der Fälle konnten Viren
gezüchtet werden: 99% der Fälle bildeten die
Enteroviren (98%) und Herpes-Simplex-Virus (1,3%).
Bei 929 Fällen wurden auch die PCR-Tests
eingesetzt. Dabei waren nur 4 Fälle PCR-Negativ,
die zuvor Kultur-Positiv waren.
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Fazit:
Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung,
dass virale Kulturen keine weitere Vorteile bringen,
wenn PCR-Tests bei der Diagnostik der
ZNS-Krankheiten eingesetzt werden.
Zur
Identifikation der häufigsten viralen Erreger der
Meningitis und Enzephalitis wären die PCR-Tests
viel schneller.
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