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Dickdarmspiegelung: Komplikationsrate bei Koloskopien mit Biopsie oder Polypektomie erhöht, 2006

Schlüsselwörter: Polypen, Dickdarmspiegelung, Koloskopie, Dickdarmkrebs-Screening, hohe Komplikationen, Biopsie Polypektomie, Perforation, Polyp, Dickdarm, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Schwere Komplikation bei ca. 1 pro 200 Koloskopien

Koloskopie (Endoskopische Dickdarmuntersuchung) wird sehr häufig auch bei der Darmkrebs-Screening eingesetzt. Informationen über Komplikationen nach Koloskopien, insbesondere über die Blutungsgefahr nach einer Polypektomie (Entfernung der Darmgeschwülste bei der Koloskopie mit einer Schlinge) sind bisher nur begrenzt verfügbar. Das Ziel einer Studie im Annals Of Internal Medicine (1) war, das Ausmaß und die Schwere der Komplikationen nach Koloskopien zu quantifizieren.

Elektronische Krankenakten von 16 318 Patienten über 40 Jahre, die sich zwischen Januar 1994 und Juli 2002 einer Koloskopie unterziehen mussten, wurden nach schweren Komplikationen wie Krankenhauseinweisung innerhalb von 30 Tagen nach der Koloskopie wegen Perforation, Dickdarmblutung, Divertikulitis, Postpolypektomie-Syndrom oder anderen schweren Erkrankungen, die direkt mit der Koloskopie im Zusammenhang standen, nachuntersucht.

Die meisten Indikationen für Koloskopie waren: bei Sigmoidoskopie festgestellte Polypen (45%) und Polyp-Anamnese (23%). Nur 0,75% der Koloskopien waren Screening- Untersuchungen.

82 schwere  Komplikationen waren aufgetreten (5 pro 1000 Koloskopien). Schwere Komplikationen traten bei 0,8 von 1000 Koloskopien ohne Biopsie oder Polypektomie auf und bei 7 von 1000 Koloskopien mit Biopsie oder Polypektomie. Perforationen traten bei 0,9 von 1000 Koloskopien auf  (0,6 von 1000 Koloskopien ohne Biopsie oder Polypektomie / 1,1 von 1000 Koloskopien mit Biopsie oder Polypektomie). Blutungen nach Biopsie oder Blutungen nach Polypektomie traten bei 4,8 von 1000 Koloskopien mit Biopsie auf. Eine Biopsie oder eine Polypektomie war assoziiert mit einem erhöhten Risiko für jede der  schweren Komplikationen. Es traten 10 Todesfälle innerhalb von 30 Tagen nach der Koloskopie auf (einer auf die Koloskopie zurückführbar). 

Bei 99,3% (16 204) der Koloskopien handelte es sich nicht um Screening-Untersuchungen. Die Komplikationsrate könnte bei einer Stichprobe mit primären Screening-Untersuchungen niedriger sein. Die kleine Anzahl an ungünstigen Ereignissen schränkte die Möglichkeit, Risikofaktoren für Komplikationen zu erkennen, ein.

Fazit: Koloskopien mit Biopsie oder Polypektomie sind assoziiert mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen. Eine Perforation kann auch bei einer Koloskopie ohne Biopsie auftreten.     

  1. Levin TR et al. Complications of colonoscopy in an integrated health care delivery system. Ann Intern Med 2006 Dec 19; 145:880-6.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013