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Zahlen-für-Leistung (Pay for Performance) im Krankenhaus: Mäßige Wirkung in der Praxis,  USA 2007  

Schlüsselwörter: Qualitätssicherung, Zahlen-für-Leistung, Pay for Performance, Krankenhaus, QM, Qualitätsmanagement, Patienten, Herzinfarkt, Pneumonie, Herzversagen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

In den USA werden zunehmend „Public reporting“ und „Pay for Performance“ als Instrumente zur Besserung der Patientenbetreuung in den Kliniken eingesetzt. Unter „Public reporting“ versteht man die Veröffentlichung der wichtigen Erfolgs-Parameter bei der Behandlung der Patienten, wie Morbidität- und Mortalitätsdaten. „Pay for Performance“ hingegen ist ein neues Programm; die Kliniken erhalten Bonus-Zahlungen für gute Leistungen bei einzelnen Krankheitsbildern, oder operativen Eingriffen. „Public reporting“ und „Pay-for-Performance-Programme“ werden in den USA zunehmend populär. 

Eine Studie (1) in NEJM verglich die beiden Methoden miteinander. 2003 wurden Krankenhäuser von Medicare und Medicaid für eine Teilnahme an einem vergleichendem Pay-for-Performance-Projekt eingeladen. Insgesamt nahmen 207 Kliniken daran teil. Teilnehmende Kliniken lieferten für 2 Jahre Daten für Qualitäts-Indikatoren bei Akutem Herzinfarkt, Herzinsuffienz und Pneumonie (wie ASS- und Beta-Blocker-Gabe bei Herzinfarkt-Patienten; Messung der LV-Funktion und ACE-Hemmer-Gabe bei Herzinsuffienz-Patienten; Sauerstoffgabe bei Bedarf, frühzeitige Antibiotika-Therapie und Überprüfung der Pneumokokken-Impfung bei Pneumonie-Patienten). Krankenhäuser, die bestimmte vorgegebene Qualitäts-Ziele erreichten erhielten 2% Bonus-Zahlungen.

Die Leistungen der Projekt-Kliniken wurden dann mit 406 Krankenhäusern verglichen, die nur „Public reporting“ betrieben haben, und nicht an Pay-for-Performance-Programm teilgenommen hatten. 

Die Daten zeigten, dass Pay-for-Performance-Programme zu einer Verbesserung der Therapie führten: 2,6% für Herzinfarkt, 4,1% für Herzinsuffienz und 3,4% für Pneumonie. 

Fazit: Kliniken, die 2Pay-for-Performance-Programme“ mit „Public Reporting“ betrieben hatten, zeigten im Vergleich zur Kliniken nur mit „Public Reporting“ eine mäßige Besserung der Therapie-Qualität. 

Somit ist es nicht eindeutig geklärt, ob Pay-for-Performance-Programme das sogenannte Patienten-Outcome tatsächlich bessern, oder ob sie nur kosmetische Wirkung haben, und lediglich die Kosten und Aufwand in die Höhe treiben.  

  1. Lindenauer PK et al. Public reporting and pay for performance in hospital quality improvement. N Engl J Med 2007 Feb 1; 356:486-96

  2. MEDICARE "PAY FOR PERFORMANCE (P4P)" INITIATIVES

  3. Siehe auch: “pay-per-performance”: Studien zeigen Für und Wider einer erfolgsorientierten Honorierung, 6. Juni 2007. Mehr...

Weitere Artikel über Pay-for-Performance
  1. Pay for Performance in England, 2007: McDonald R et al. Impact of financial incentives on clinical autonomy and internal motivation in primary care: Ethnographic study. BMJ 2007 Jun 30; 334:1357.

  2. Pay-for-Performance Programm für Kinder: Mandel KE and Kotagal UR. Pay for performance alone cannot drive quality. Arch Pediatr Adolesc Med 2007 Jul; 161:650-5.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013