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Funktionelle hypothalamische Amenorrhoe mit Essstörung assoziiert, 2007

Schlüsselwörter: Funktionelle hypothalamische Amenorrhoe, Ausbleiben Menstruation, Frauen, Anorexia nervosa, Ghrelin-Werten, Essverhalten, Bulimie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Definition Hypothalamische Amenorrhoe: Ausbleiben der Menstruation durch eine zentralnervöse Fehlsteuerung.

Hypothalamische Amenorrhoe ist einer der häufigen Ursachen der Amenorrhoe, und ist mit geringer Freisetzung der Gonadotropinen verbunden. Gonadotropinen werden von der Hypophyse gebildet, und wirken auf die Keimzellen (somit auch auf die Östrogenbildung). Die wichtigsten Gonadotropine sind Luteinisierende Hormon (LH), Follikelstimulierende Hormone (FSH) und Prolaktin (PRL). 

Eine aktuelle Studie (1) überprüfte die Hypothese, dass funktionelle hypothalamische Amenorrhoe mit Essstörung, wie Bulimie,  assoziiert ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

HINTERGRUND: Überprüfung, ob Ghrelin, ein appetitanregendes  und im Magen freigesetztes Peptid, bei normalgewichtigen Frauen mit hypothalamischer Amenorrhoe erhöht ist und ob dies mit abnormalem Essverhalten verbunden ist.

STUDIENDESIGN: Kontrollierte klinische Studie mit gesunden freiwilligen Probanden eines universitären Forschungsvorhabens: 27 Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhoe (FHA-Gruppe) und 42 Frauen mit normaler Menstruation (Kontrollgruppe). 

PRIMÄRE ERFASSUNG DES OUTCOME: Bestimmung der Ghrelin-Werte und Erfassung des Essverhaltens. 

ERGEBNISSE: Ghrelin zeigte eine signifikante Erhöhung in der FHA-Gruppe (648.4 +/- 92.0 pg/ml vs. Kontrollgruppe 596.7 +/- 79.0 pg/ml), während Leptin, obgleich niedriger gemessen, nicht signifikant erhöht war (FHA-Gruppe 5.4 +/- 2.8 ng/ml vs. Kontrollgruppe 6.4 +/- 3.0 ng(ml). Ebenso wurde in dem durchgeführten Test zum Essverhalten (Eating Attitudes Test, EAT) eine signifikante Erhöhung der Werte in der FHA-Gruppe verzeichnet (15.3 +/- 10.6 vs Kontrollgruppe 10.3 +/- 8.4), insbesondere in der Unterskala hinsichtlich bulimischer Verhaltensweisen. Jedoch nahmen Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhoe signifikant mehr Kilokalorien zu sich (1,930 kcal/Tag vs. Kontrollgruppe 1588 kcal/Tag). 

SCHLUSSFOLGERUNG: Hohe Ghrelin-Werte bei Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhoe können mit abnormalem diätetischen Ernährungs- und Essverhalten assoziiert sein. Dies spiegelt sich in hohen Werten im Test zum Essverhalten wieder bei dennoch normaler Kalorienaufnahme der betroffenen Frauen. Ghrelin kann anscheinend als ein hemmendes metabolisches Signal wirken, welches eine Rückkehr zu einem normalen Menstruationszyklus der Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhoe und gestörtem Essverhalten verhindert und damit die Phase der Amenorrhoe bei sich bereits normalisierenden Leptin-Werten verlängert.

  1. Schneider LF and Warren MP. Functional hypothalamic amenorrhea is associated with elevated ghrelin and disordered eating. Fertil Steril 2006 Dec;86:1744-9.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013