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Kapselendoskopie wegen unklarer gastrointestinaler Blutung: Erfahrungen mit 260 Patienten, 2007

Schlüsselwörter: Kapsel-Endoskopie, Kapsel-Endoskopie, Video-Endoskopie, Dünndarmendoskopie, Kapselendoskopie, Videokapsel- Endoskopie, Dünndarm, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Bohnengroße Videokapsel-Endoskopie macht eine Endoskopie des gesamten Dünndarms optisch möglich. Kapselendoskopie (Capsule Endoscopy: CE) wird vorwiegend zur Abklärung unklarer Darmblutungen und Tumorausschluss eingesetzt. In einer Studie in American Journal of Gastroenterology untersuchten Mediziner Kapselendoskopie-Ergebnisse bei 260 Patienten mit GI-Blutung, bei denen trotz endoskopisch-radiologischer Diagnostik keine Ursache gefunden werden könnte. Somit ist diese Arbeit die größte bisher durchgeführte Studie für diese Fragestellung. Die Ergebnisse zeigten, dass Kapselendoskopie eine wichtige diagnostische Hilfe bei Patienten mit unklarer gastrointestinaler Blutung ist. Es ist jedoch anzumerken, dass Kapselendoskopie mit Doppelballonenteroskopie eine mächtige Konkurrenz für die Dünndarmdiagnostik bekommt.

Die Kapselendoskopie hat die Diagnostik der unklaren Gastrointestinalblutung revolutioniert, die veröffentlichte Literatur ist jedoch begrenzt auf kleine Studien mit heterogenen Indikationen. Das Ziel dieser Studie im „American Journal of Gastroenterology“ war, die Befunde und die diagnostische Ausbeute der Kapselendoskopie in einer großen Serie von Patienten mit offener und okkulter Gastrointestinalblutung zu bestimmen.  

Die Daten von 260 Patienten, bei denen wegen einer offenen Blutung (126 Patienten) oder einer okkulten Blutung (134 Patienten) eine Kapselendoskopie durchgeführt wurde, wurden anhand einer retrospektiven Krankenaktendurchsicht gesammelt.

Die Darstellung des gesamten Dünndarms gelang bei 74% der Fälle. Der Hauptteil der Untersuchungen (66%) wurde nach einer guten oder ausgezeichneten Vorbereitung durchgeführt. Klinisch signifikante positive Befunde traten bei 53% auf. Die diagnostische Ausbeute der Kapselendoskopie war in der Gruppe mit den unklaren offenen Blutungen größer als in der Gruppe mit den unklaren okkulten Blutungen (60% versus 46%). Angiektasien im Dünndarm waren der häufigste Befund, und traten bei über 60% aller klinisch signifikanten Läsionen auf. Die mittlere Nachuntersuchungszeit war 9,6 Monate und es gab eine signifikante Reduktion bei den Hospitalisierungen, zusätzlichen Tests und Untersuchungen, sowie bei den Bluttransfusionen nach einer Kapselendoskopie. Sowohl nach als auch vor einer Kapselendoskopie hatten die Patienten der Gruppe mit den offenen Blutungen häufiger eine signifikante Gastrointestinalblutung als die Patienten mit okkulten Blutungen. Komplikationen traten in 5 Fällen auf (1,9%): nicht natürliche Ausscheidung in vier Fällen und ein Einschlag am Cricopharyngeus.

Fazit: Die Ausbeute an wichtigen klinischen Ergebnissen mit der Kapselendoskopie liegt bei Patienten mit unklarer Gastrointestinalblutung bei 53% und ist bei den Patienten mit unklarer offener Blutung größer als bei Patienten mit unklarer okkulter Blutung. Angiektasien zählen zu den häufigsten Ursachen signifikanter Läsionen in beiden Gruppen. Die Kapselendoskopie stellte eine Verbesserung für die Patienten hinsichtlich der medizinischen Eingriffen wegen unklarer Gastrointestinalblutung dar. Komplikationen traten in weniger als 2% der Fälle auf.   

 

 

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Stand: 25. Mai 2013