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ZIELSETZUNG:
Untersuchung zur Effektivität von
Selbstmanagementkonzepten als Behandlungsansatz der
ersten Wahl bei männlichen Patienten mit Symptomen
des unteren Harntraktes.
STUDIENDESIGN:
Durchführung einer randomisierten kontrollierten
Studie.
SETTING:
Ein Krankenhaus mit Lehrauftrag und ein allgemeines
Bezirkskrankenhaus in London.
STUDIENTEILNEHMER:
140 Männer (mittleres Alter 63 [+/- SD 10.7]
Jahre), die im Zeitraum Januar 2003 bis April 2004
erfasst wurden und aufgrund von unkomplizierten
Symptomen der unteren Harnwege von praktisch tätigen
Allgemeinmedizinern zu spezialisierten urologischen
Abteilungen überwiesen wurden.
INTERVENTIONEN:
Selbstbehandlung plus Standardversorgung (n=73) oder
alleinige Standardversorgung (n=67). Die
Selbstmanagement-Gruppe nahm in Kleingruppen an drei
Treffen zur inhaltlichen Vermittlung von Aspekten
der Edukation und des Lebensstils teil und wurde
hinsichtlich geeigneter Strategien zur Problemlösung
und Zielfestlegung trainiert.
OUTCOME:
Die primäre Erfassung des Outcome der Patienten
beinhaltete die Anzahl der Therapieversager zu den
Zeitpunkten ‚3, 6 und 12 Monate’. Weiterhin
wurde das Outcome sekundär mit Hilfe eines
verwendeten Scores (Internationaler Prostata Symptom
Score, IPSS) bestimmt, wobei ein erreichter höherer
Wert auf ein schlechteres Outcome des Patienten
hinweist.
ERGEBNISSE:
Zum Messzeitpunkt ‚3 Monate’ betrug die
Anzahl der Therapieversager in der
Selbstmanagement-Gruppe 7 Patienten (10%) gegenüber
27 Patienten (42%) in der Gruppe mit alleiniger
Standardversorgung [Differenz = 32% (18% bis 46%)
95%-Konfidenz-intervall]. Entsprechend fielen die
diesbezüglich berechneten Differenzen zu den
Messzeitpunkten ‚6 Monate’ und
‚12 Monate’ aus: 42% (27% bis 57%) resp. 48%
(32% bis 64%). Die Erhebung des Scores (IPPS)
lieferte zum Messzeitpunkt ‚3 Monate“ in der
Selbstmanagement-Gruppe einen mittleren Wert von
10.7 gegenüber 16.4 in der Gruppe mit
Standardversorgung [Differenz = 5.7 (3.7 bis 7.7) ].
Die Score-Werte zu den Messzeitpunkten ‚6
Monate’ und ‚12 Monate’ korrespondierten
hierzu mit 6.5 (4.3 bis 8.7) resp. 5.1 (2.7 bis
7.6).
ZUSAMMENFASSUNG:
Die Umsetzung von Selbstmanagementkonzepten bei männlichen
Patienten mit Symptomen der unteren Harnwege
reduziert die Häufigkeit von Therapieversagern
signifikant und trägt zur Abschwächung der
Symptome bei. Aufgrund des in dieser Studie
ermittelten großen Nutzens von
Selbstmagementstrategien spricht viel für die
Durchführung einer umfassenden Multicenter-Studie,
die überprüfen soll, ob Selbstmanagement bei männlichen
Patienten mit Symptomen des unteren Harntraktes als
ein Behandlungs-ansatz der ersten Wahl betrachtet
werden kann.
STUDIEN
REGISTRIERUNG: National Research Register
N0263115137; Clinicak trials NCT00270309 [ClinicalTrials.gov].
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